Ein weiterer "weißer Löwe" geht an das Tänzelfest Kaufbeuren

Söder zeichnet Colomansfest mit dem Heimatpreis Schwaben aus

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Heimatminister Markus Söder (Mitte) mit Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke (6.v.l.) und den Verantwortlichen des Colomanritts auf der Bühne des Kemptener Kornhauses.

Kempten/Schwangau - „Bayern ist nicht nur ein Bundesland. Bayern ist ein Lebensgefühl“, erklärte Heimatminister Dr. Markus Söder am Dienstagabend im Kornhaus in Kempten. Deshalb verlieh er den Heimatpreis Schwaben an Menschen, die diese Lebensart pflegen. Einer der acht weißen Löwen, die er an diesem Abend übergab, ging an das Colomansfest und den Colomannsritt Schwangau.

„Das Colomansfest mit dem Colomansritt ist eine der schönsten Pferdeprozessionen im Freistaat und findet an einer der schönst gelegenen Kirchen ganz Bayerns statt“, meinte Söder. Am zweiten Oktobersonntag ziehen 200 Reiter aus Schwangau und Umgebung in traditioneller Tracht auf geschmückten Pferden mit Musik zur Kirche St. Coloman, wo eine Messe im Zeichen des Heiligen Coloman, der Schutzpatron der Tiere, gefeiert wird. Und das in einer Landschaft „wie im Bilderbuch“, sagte Söder. 

Die Veranstaltung sei beeindruckendes Bekenntnis zu Glaube, Heimat und Brauchtum und gleichzeitig Zeichen für die Verwurzelung der bayerischen Kultur und des bayerischen Brauchtums im christlichen Glauben. „Es ist eine schöne Tradition, die Natur und Werte verbindet“, sagte Söder im Kemptener Kornhaus. 

„Die Freude der Gemeinde Schwangau ist sehr groß“, erklärte Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke nach der Preisverleihung im Gespräch mit dem Kreisbote. Bei diesem für die Gemeinde wichtigen Fest stehe „das Brauchtum wirklich noch im Mittelpunkt. Die Colomanskirche ist ein Wahrzeichen Bayerns“, sagte Rinke. Sie sei eine echte Wallfahrtskirche und ein tolles Kulturerbe, das durch die Prozession mit Leben erfüllt werde. Dafür dankte Rinke den Aktiven des Sankt Coloman-Vereins rund um Andreas Helmer. Denn das Colomansfest hatte seine Höhen und Tiefen. Erst das Engagement der aktiven Vereinsmitglieder habe dem Fest zur neuen Blüte verholfen, so Rinke. 

Die Schwangauer waren allerdings nicht die einzigen Ostallgäuer, die der Heimatminister gestern abend auszeichnete. Ein weißer Löwe ging auch an das Tänzelfest Kaufbeuren. „Das Tänzelfest Kaufbeuren ist das älteste historische Kinderfest Bayerns und fördert das Geschichtsbewusstsein von klein auf“, erklärte der Heimatminister. Dort spielen kleine Kaufbeurer die Geschichte ihrer Stadt nach. Höhepunkte bilden der Einzug des Kaisers Maximilian I., mit dem einer der 14 Kaiserbesuche der Reichsstadt nachgestellt wird, und der Festumzug. Rund 1750 Kinder, 36 Festwagen, 170 Pferde und zahlreiche Musikgruppen nehmen daran teil. 

Daneben ist mit Lagerleben, historischem Markttreiben, Zunfttänze und Reigen der Tänzelfest-Tanzgruppen ein umfangreiches Programm geboten. „Da ist alles dabei“, sagte Söder. Mit dem Tänzelfest Kaufbeuren würden historische Geschehnisse aktiv in Erinnerung gehalten. „Geschichte wird erlebt und immer wieder neu dargestellt“, so der Heimatminister. Das großartige Engagement der zahlreichen Mitwirkenden, insbesondere der Kinder, werde deshalb mit dem Heimatpreis Schwaben ausgezeichnet. Der Tänzelfestverein unter Vorstand Horst Lauerwald dankte Söder für diese Auszeichnung. Zwar konnte Lauerwald dem Heimatminister keinen Orden verleihen, so wie andere Vereine das zuvor getan hatten. Aber: „Wir hatten schon viele Ministerpräsidenten als Schirmherren“, sagte Lauerwald. Vielleicht könne auch Söder, sobald er Bayerischer Ministerpräsident sei, diesen Job übernehmen. „Wenn das die Voraussetzung dafür ist, dass ich Ministerpräsident werden kann – sofort“, scherzte Söder.

Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie in der kommenden Samstag-Ausgabe des Kreisbote Füssen und des Kreisbote Kaufbeuren.

kk 

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