Lechbruck eröffnet neue Kinderkrippe

Mit Gottes Segen

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Pfarrer Hans Ulrich Schneider bei der Segnung der Kita. Ein gelungenes Bauwerk, findet er, das man nun bei Kaiserwetter segne.

Lechbruck – Im Rahmen des Pfarrfestes der Kirchengemeinde wurde jetzt die neue Lechbrucker Kinderkrippe eingeweiht. Pfarrer Hans Ulrich Schneider segnete das Gebäude, in dem seit September bereits eine Gruppe Kinder betreut wird. Für das kommende Schuljahr sind nur noch einige wenige Plätze frei.

Der Weg zur Eröffnung, befand Bürgermeister Helmut Angl, sei eine langwierige Sache gewesen. Man habe sich darüber schon vor Jahren unterhalten und festgestellt: „Kita machen wirklich erst dann, wenn’s wirklich nimma anders geht“. Eine Kita koste Geld, auch wenn es Zuschüsse gebe, erläuterte Angl. Man habe lange überlegt, auch weil die Trägerschaft nicht klar gewesen sei. 

Doch dann habe der Gemeinderat den Entschluss gefasst, die Kita in Absprache mit der Kirche neben dem bestehenden Kindergarten zu bauen. Dass zuletzt ein dringender Bedarf bestand, zeige die Tatsache, dass seit September bereits die eine der beiden möglichen Gruppen mit 13 Kindern belegt ist und für das kommende Kitajahr kaum noch Plätze in der zweiten Gruppe frei seien.

 Neuer Spielplatz 

Dafür musste die Gemeinde allerdings tief in die Tasche greifen. Rund 750.000 Euro habe der Bau gekostet, erinnerte Angl, dazu komme die Inneneinrichtung mit weiteren 32.000 Euro sowie die vorläufige Rechnung für die Außenanlagen in Höhe von rund 107.000 Euro. Dafür aber konnte der Garten hinter der Kita komplett neu gestaltet werden, auch mit der Unterstützung des Bauhofes und es entstand, so Angl, ein wunderschöner Spielplatz. 

Doch bei aller Freude über den Neubau flechtete der Rathauschef auch kritische Gedanken in seine Worte ein. „Man fragt sich schon, warum muss man so eine Kita bauen?“. Die Politiker seien dabei immer schnell bei der Sache, vor allem mit dem Rechtsanspruch, dafür gebe es einen kleinen Zuschuss. Aber dann würden diese Quellen rasch vertrocknen. 

„Früher hieß es, wer anschafft, der zahlt“, reflektierte Angl. Heute aber werde oben angeschafft und unten müsse gezahlt werden. Und mittlerweile müsse man fast einen Doktortitel besitzen, um die verschiedenen Fördermöglichkeiten noch zu durchschauen, nun solle auch noch die 24-Stunden-Kita kommen. „Wo soll das aufhören? Das ist der Wahnsinn.“

Gesundes Umfeld 

Dafür, dass die Ein- bis Dreijährigen soviel Spaß in ihrem neuen Heim haben, hatte sich Architekt Alois Brenner angesichts der relativ kurzen Bauzeit von fünf Monaten strecken müssen. Beim Bau kamen vor allem natürliche Produkte zum Einsatz, etwa der wärmegedämmte Porotonstein, Kalkputz und Mineralfarben sowie Linoleumboden. Man habe einen atmungsaktiven Massivbau geplant, so Brenner, mit relativ hohen Räumen, deren großes Volumen das Raumklima positiv beeinflussen. 

Um dabei den Geräuschpegel niedrig zu halten, wurde eine Holzdecke mit Kastenelementen und einem aktiven Schallschutz installiert. Das alles sei wichtig, so der Füssener Architekt, damit die Kleinen in einem gesunden Umfeld betreut und aufwachsen können.

gau

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