Ermittlung wegen versuchter Körperverletzung

Großeinsatz in Halblech nach Einschüssen in Firmengebäude

Drei Polizisten
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Der Schütze muss sich in der angrenzenden Siedlung einer Maschinenfabrik in der Lechbrucker Straße in Halblech aufgehalten haben. Er schoss gestern mit einer Schleuder auf die Firmengebäude und löste damit einen Großeinsatz der Polizei aus.

Halblech – Schüsse seien gefallen, hieß es gestern Nachmittag. Auf diese alarmierende Nachricht von Mitarbeitern einer Machinenfabrik in Halblech hin, rückte ein Großangebot der Füssener Polizei an. Die Beamten fanden rasch heraus, dass keine Schusswaffe benutz wurde. Verletzte gab es ebenfalls nicht zu beklagen. Mit einer Schleuder hatte ein bislang unbekannter Täter mit Stahlgeschossen auf die Gebäude gezielt. Nun sucht die Polizei nach Zeugen der Tat.

Gestern, gegen 14.20 Uhr alarmierten Mitarbeiter einer Maschinenfabrik in der Lechbrucker Straße die Polizei Füssen, nachdem mindestens drei lautstarke Einschüsse in zwei verschiedenen Gebäuden registriert wurden. Die Beamten rückten daraufhin mit einem Großangebot an, nachdem sich der Anfangsverdacht zunächst bestätigte.

Im Laufe der Ermittlungsarbeit in einem der betroffenen Gebäude verdichtete sich die Spurenlage jedoch dahingehend, dass die Schüsse nicht durch eine Schuss-, sondern durch eine Schleuderwaffe abgegeben wurden. Zeitgleich wurden hinzugezogene Polizeikräfte aus Kempten nahe der beschädigten Gebäude im Außenbereich fündig und fanden zwei Stahlgeschosse.

Verletzt wurde durch die Aktion zum Glück niemand, hinter einem der beschädigten Fenster saß ein Mitarbeiter am Schreibtisch, der kam mit dem Schrecken davon.

Zeugen gesucht

Ein Tatverdacht liegt nicht vor, die Polizei Füssen sucht Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt beziehungsweise zum Ergreifen des bzw. der Täter geben können. Der Schütze stand zur Tatzeit vermutlich auf der Straße in der direkt angrenzenden Wohnsiedlung. Neben Sachbeschädigung wird auch wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 1.500 Euro.

kb

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