Der Museumsverein des Bezirks Reutte feiert sein 40-jähriges Bestehen

40 bewegte Jahre

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Im Beisein zahlreicher Gäste feiert der Museumsverein des Bezirks Reutte am Donnerstagabend sein 40-jähriges Bestehen.

Reutte – „Das Museum bietet also für alle kunsthistorisch und regionalgeschichtlich interessierte Personen viel Interessantes.“ So streute die Tiroler Kulturlandesrätin Beate Palfrader dem Museumsverein des Bezirkes Reutte Rosen. Dieser feierte am Donnerstag sein 40-jähriges Bestehen.

Wo einst das im Hinterhof gebraute Bier reichlich genossen wurde, traf sich jetzt eine illustre Gesellschaft, um den 40. Geburtstag des Museumsvereins des Bezirke Reutte zu feiern. Langzeitobmann Ernst Hornstein konnte Gäste aus Politik, Gesellschaft und Bildungswesen im ehemaligen „Bräugasthof Rose“ im Untermarkt begrüßen. Von der anderen Seite grüßte das „Grüne Haus“, die eigentliche Heimat des Vereins. „Durch Sonderausstellungen, Kooperationen und Projekte bleibt das Museum stets am Puls der Zeit und sorgt durch vielfältige museumspädagogische Angebote und eine rege Vereinstätigkeit für eine hohe Publikumszufriedenheit“, lobte Palfrader den Verein. 

Grundsteine zum florierenden Museumsbetrieb wurden schon in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts gelegt, als Interessierte begannen, altes zu sammeln und sich mit der Historie im Sinnen von Bewahren zu beschäftigen. Es sollte dann allerdings bis 1975 dauern, bis sich der Museumsverein des Bezirkes Reutte etablierte. Zuvor hatte es zwar einzelne Ausstellungen – auch im Taucherhaus – gegeben, und die Schaffenden verfügten bereits über zahlreiche schützenswerte Exponate, die in den verschiedensten Räumlichkeiten aufbewahrt wurden. Sie bildeten sozusagen den Grundstock für das heutige Museum im „Grünen Haus“. Vor allem Universitätsprofessor Ignaz-Philipp Dengel, Schulrat Josef Knittel und Schulrat Franz Linser machten sich damals für den Museumsgedanken stark. 

Große Landesausstellung 

Es dauerte allerdings bis in die 1960er-Jahre, als dann im neuerbauten EWR-Gebäude im Untermarkt dem Heimatmuseum ein Raum zur Verfügung stand. Der Initiative von Thomas Wolf ist es zu verdanken, dass schließlich im Oktober 1975 der Museumsverein gegründet wurde. In den Räumlichkeiten der Raiffeisenbank und in der Dengel-Galerie wurden erste Ausstellungen mit großem Interesse und Besucherrekorden aus der Reuttener Bevölkerung organisiert. 

Nach einer „Ära Amman“ mit Theodor und Anni als Obleute, übernahm Ernst Hornstein die Geschicke des Vereins. Im Rahmen der 500-Jahr-Feier der Marktgemeinde fand die Große Landesausstellung im „Grünen Haus“ statt, das fortan dem Museum Reutte als Heimstätte dienen sollte. Der Museumverein hatte mit dem Bezug des renovierten Gebäudes sein größtes Ziel erreicht. Unzählige Ausstellungen und Anschaffungen sind seitdem zu den verschiedensten Themen über die Bühne gegangen und haben das Museum zu einem Fixpunkt im Kulturleben der Gemeinde und darüber hinaus gemacht. 

Mit der Übernahme der öffentlichen Bücherei erweiterte sich der Aufgabenbereich des Museumsvereins nochmals erheblich. Die Zusammenarbeit mit anderen Museen des Bezirks wurde mit dem Museumsverbund Außerfern besiegelt. Darin haben sich das Zunftmuseum Bichlbach, das Museum auf der Klause, das Stadtmuseum Vils, das Tannheimer Heimatmuseum, das Museum im Felixe-Mina’s Haus zusammengeschlossen. 

Dem Vorstand mit seinem engagierten Team ist Großes gelungen. Das bestätigen die Auszeichnungen die man in Reutte einheimste. Dreimal zum Beispiel wurde der Museumspreis des Landes an Reutte vergeben. Die letzte Auszeichnung in dieser Richtung konnte Obmann Ernst Hornstein der applaudierenden Menge beim Festakt als Überraschung bekanntgeben.

niko

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