Freiwilligenzentrum Außerfern zieht Bilanz

"Ein unverzichtbarer Bestandteil"

+
Bürgermeister Luis Oberer (rechts), zugleich Obmann der REA Außerfern, Koordinatorin Michaela Perktold und Fritz Tiefenbrunn als Vertreter der Sponsors Sparkasse, stellen gemeinsam die Broschüre „Freiwillig Zeit schenken – Ehrenamt im Außerfern“ vor.

Reutte – „Das Freiwilligenzentrum Außerfern (FWZ) ist ein unverzichtbarer Bestandteil im öffentlichen Leben“, so Reuttes Bürgermeister Alois Oberer anlässlich einer Pressekonferenz in den Räumen der mobilen Jugendarbeit (MOJA) in der Südtiroler Straße.

Ohne Freiwillige könne das Angebot im sozialen Bereich nicht aufrechterhalten werden. Oberer rief daher dazu auf, das Freiwilligenzentrum in seiner Arbeit zu unterstützen und setzte dabei unter anderem auch die Hoffnung auf Pensionäre, die sich im Ruhestand bei der ein oder der anderen Aktion mit einbringen. 

„Diese Möglichkeit sollte ‚angezapft' werden, und das bedeutet, bereits frühzeitig in den Betrieben aktiv zu werden um diese Ressourcen zu nutzen“, so der Bürgermeister. Freiwilligenkoordinatorin Michaela Perktold schilderte in ihrem Rückblick für 2016 die umfangreichen Kontakte mit Vereinen und Schülern.

Besonders Letzteres werde weiter forciert und sei unverzichtbar. 2016 wurden 32 Personen beraten und davon 27 Personen vermittelt. Die Vermittlungen teilen sich auf in die Bereiche SeniorInnen, Natur, Menschen mit Behinderungen und Asyl. 

Ein Schwerpunkt des FWZ ist die Vernetzungsarbeit mit verschiedensten Akteuren im Bezirk Reutte. So fanden insgesamt 18 Treffen unter anderem mit VertreterInnen des Arbeitsmarktservices (AMS), der Wirtschaftskammer (WK), der Tiroler Sozialen Dienste GmbH (TSD), der Bezirkshauptmannschaft sowie verschiedenen Vereinen und Organisationen im Freiwilligenbereich und natürlich auch mit den Freiwilligen im Außerfern statt, die sich unermüdlich im Bezirk engagieren. 

Diverse Projekte, wie unter anderem das Kulturfest, wurden von Einheimischen, AsylwerberInnen und Asylberechtigten sehr gut angenommen. „Dabei wird ein Begegnungsraum geschaffen, wo sich Menschen aus verschiedensten Kulturen kennen lernen können – ein großartiger Beitrag zur Integration“, so Perktold.

 Neue Broschüre

Aktuell lag der Schwerpunkt in der Öffentlichkeitsarbeit auf der Erarbeitung und Herausgabe einer Broschüre, die druckfrisch vorgestellt wurde. Sie wurde von der FWZ gemeinsam mit der Regionalentwicklung Außerfern (REA) erarbeitet. In ihr präsentieren sich 25 Organisationen/Vereine, um Interessierten am Ehrenamt einen Überblick über die Möglichkeiten im Bezirk zu geben. 

Diese Broschüre soll in Zukunft auf allen Gemeindeämtern sowie größeren Betrieben ausgelegt werden. In ihrem Ausblick auf 2017 wies Perktold auf den „Freiwilligentag Tirol“ am 17. März hin, der eine gute Gelegenheit biete, in ein freiwilliges Engagement hineinzuschnuppern. „Weiter wollen wir die Zusammenarbeit mit den Gemeinden intensivieren – dafür ist die neue Broschüre als Informationsquelle optimal“, sagte sie. 

Neues Projekt 

Das Projekt „Mirjam – Patinnen für geflüchtete Frauen in Tirol“ startet am 1. April. Im Rahmen einer Patenschaft begleiten einheimische Frauen als ehrenamtliche Mentorinnen für rund sechs Monate Frauen mit Fluchtgeschichte und unterstützen sie bei Orientierung, Alltagsermächtigung und Selbstständigkeit in der Aufnahmegesellschaft. 

Bei gemeinsamen Treffen geben sie Ihr Wissen über das Alltagsleben in Tirol weiter – von Arztbesuchen über Behördengänge bis hin zu heimischen Bräuchen und Gewohnheiten. Interessierte Frauen aus dem Bezirk sind eingeladen, sich für diese Aufgabe bei Koordinatorin Michaela Perktold vom Freiwilligenzentrum (Telefonnummer 05672/62 387 oder freiwilligenzentrum@allesausserfern.at) zu melden. 

Neben dem Patenschaftsmodell bieten die monatlich stattfindenden „interkulturellen Frauencafés“ im „Intertreff“ in der Kaiser-Lothar-Straße einen offenen Treffpunkt und Begegnungsraum für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund.

ed

Auch interessant

Meistgelesen

Altstadt wird zur Musik-Meile
Altstadt wird zur Musik-Meile
Lanz, Eicher und Schlüter
Lanz, Eicher und Schlüter
Skate- und Bikepark nimmt Form an
Skate- und Bikepark nimmt Form an
Vorreiter in Österreich
Vorreiter in Österreich

Kommentare