Ein Großereignis für die Region

Ein Plus von 80000 Gästen soll die Landesausstellung Bayern-Italien, die heuer im Kloster St. Mang zu sehen sein wird, dem Tourismus in der Region bringen. Das sei noch konservativ geschätzt, wie Bürgermeister Paul Iacob am Freitag erklärte, als er mehreren Bürgermeistern aus nahen Gemeinden den Stand der Umbaumaßnahmen im Rahmen einer Führung durch das Kloster zeigte. Auch die wollen Gäste abbekommen.

Einig waren sich die Rathauschefs, dass die Werbetrommel kräftig gerührt werden muss, auch auf den einschlägigen Messen. Nicht nur Füssen selbst, sondern auch die Gemeinden des südlichen Ostallgäus und des Außerferns wollen ein Stück vom Übernachtungs-Kuchen abbekommen. „Ob der Gast in Füssen übernachtet oder in Lechbruck ist wurscht – wir brauchen die Gäste in der Region“, erklärte Iacob. Besonders viel Wert legte er bei seiner Führung auf den ebenerdigen, also barrierefreien Eingang, und den Lift. Die gläserne Außenlift-Idee aus der Zeit seines Vorgängers habe er als erstes zum Sturz gebracht. Nun führt der Lift von der alten Klosterküche nach oben. In der ehemaligen Küche wird nach der Ausstellung die Bibliothek einen neuen Veranstaltungsraum bekommen. Ob auch Musikveranstaltungen dort stattfinden können, da zeigte sich der Rathauschef skeptisch, denn die Akustik in dem Raum ist äußerst ungünstig. Auch das Comedy-Haus, mit frisch verlegtem Holzboden, wird nach der Ausstellung Bibliotheksraum. „Früher haben sich die Mönche hier vergnügt“, erläuterte Iacob. Die Fenster haben eine Doppelverglasung „wie es einst war“, so der Bürgermeister. Im ersten Stock entsteht ein Wirtschaftsraum, hier sollen die Besucher Souvenirs erstehen können, denn „wir müssen auch ein bisschen Geld verdienen“, wenngleich die Kultur niemals ganz Kosten deckend sein werde. Spuren von einst Eine Stelle an der Wand des niedrigen Raumes wurde auf Iacobs Anweisung hin nicht geweißelt, damit man die Marmorierung von einst noch sieht. Stolz erläuterte er, dass durch den Durchbruch einer Wand nun ein Rundgang entstanden sei. Das Einwohnermeldeamt mit Passstelle sei nun ins Bürgerbüro ausgelagert, wo alles an einem Ort sei – so wie es auf dem Land eh schon ist, merkte einer seiner Amtskollegen an. Nach einer Präsentation über den Inhalte der Landesausstellung, die Kulturamtschef Thomas Riedmiller im großen Sitzungssaal gab, schloss sich ein Brainstorming zur Vermarktung der Ausstellung an. Enttäuscht zeigte sich Pfrontens Rathauschef Beppo Zeislmeier, dass der Eintritt nicht in der Königscard enthalten ist, doch das, so Iacob, wolle das veranstaltende Haus der Bayerischen Geschichte nicht.

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