Shopper zu Gast im Füssener Klinikum

Für die Herzinfarktpatienten setzen die Kardiologen am Füssener Krankenhaus moderne Medizintechnik ein. Im Gespräch (von links) Pflegedienstleiter Martin Wiedemann, Kardiologe Dr. Andreas König und die Besucher Theresa Schopper und Hubert Endhardt von den Grünen. Foto: cf

Füssen – Um gesundheitspolitische, medizinische und soziale Fragen sowie den aktuellen baulichen Zustand ging es beim Besuch einer Dreierdelegation der Grünen in der Klinik Füssen. Die Landtagsabgeordnete Theresa Schopper haben Lucia Hornstein und Hubert Endhardt begleitet.

Schopper ist die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen im bayerischen Landtag. Endhardt bekleidet Ämter als Kreisrat und stellvertretender Landrat. Zudem gehört er als stellvertretendes Mitglied dem Klinikumsverwaltungsrat an. Daher verlief der Rundgang mit den Chefärzten durch die unterschiedlichen Stationen im Füssener Krankenhaus die meiste Zeit als bis ins Details gehender Gedankenaustausch zwischen Experten aus den Bereichen Medizin und Politik. „Ich kenne das Krankenhaus. Ich bin in Füssen geboren“, erklärte Schopper auf Nachfrage des KREISBOTE, ob es einen bestimmten Anlass für den Besuch gebe. Sie erklärte: „Um gesundheitspolitische Weichen zu stellen, ist es enorm wichtig, sich vor Ort gründlich zu informieren.“ Wie beim abschließenden Gespräch mit Chefarzt Dr. Martin Hinterseer und dem stellvertretenden Personalratsvor- sitzenden Florian Paulsteiner zu hören war, wurden „viele positive Eindrücke“ mitgenommen, so Endhardt im Namen der Delegation. Erste Station des ungefähr zweistündigen Besuchs war das Herz-Zentrum – das vor allem auch für Infarkt-Patienten aus Tirol lebensrettend wirkt. „Seit Mitte November 2012 haben wir 30 Menschen behandelt, die als Notfall aus Österreich nach Füssen transportiert wurden“, erklärte Kardiologe Dr. Hinterseer. Sein Kollege Dr. König erläuterte: „Die Infarktpatienten aus dem Nachbarland mussten früher nach Innsbruck gebracht werden. Bei akuten Herzerkrankungen zählt jede Minute.“ Beim Rundgang boten sich Schopper und ihren Begleitern herbe Kontraste, die dem auf Eis gelegten Umbau geschuldet sind. Die Chefärzte öffneten auch die Tür eines Patientenzimmers, das von altmodischem Charme geprägt ist. „Patienten beklagen sich in der Regel nicht. Sie erleben, dass die Pflegefachkräfte und die Ärzte hoch motiviert im Einsatz sind. Die Komfort- Defizite werden nach unserer Erfahrung von Besuchern angesprochen“, betonte Paulsteiner. In seiner Funktion als Personalrat sprach er offen an, dass die Beschäftigten, zum Beispiel in der Geriatrischen Reha „am Limit angekommen sind“. Stellenabbau müsse gestoppt werden. Es sei wichtig, „unsere guten Pflegekräfte am Haus zu halten“. Wie auch die Chefärzte bestätigten, kein einfaches Unterfangen in der derzeitigen Situation des Klinikverbunds Ostallgäu-Kaufbeuren. Schopper erfuhr, es fließe dennoch Geld. So laufe die Sanierung eines OP-Saals – es gibt drei. Auf die große Bedeutung dieser Maßnahme und den längst komplett fertig gestellten Bereich „Sterilisation“ wiesen der operierende Gynäkologie-Chef, Dr. Winfried Eschholz, und Pflegedienstleiter Martin Wiedemann hin. Chirurgie-Chef Dr. Kai Scriba stand kurz für Fragen zur Verfügung, nachdem er sich um einen Notfall - Knochenbruch einer im Schnee gestürzten Füssenerin – gekümmert hatte.cf

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