Gemeinderat spricht sich für digitale Aufrüstung der Grund- und Mittelschule Oy aus

Die „Kreidezeit“ ist vorbei: Oy-Mittelberger Grundschule wird digital aufgerüstet

Klassenzimmer mit Schreibtischen und Whiteboard
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Im Zuge der digitalen Aufrüstung soll die Grund- und Mittelschule Oy-Mittelberg unter anderem auch neue Whiteboards erhalten.

Oy-Mittelberg – Die Grund- und Mittelschule Oy wird digital aufgerüstet. Sie soll im kommenden Jahr Whiteboards und Dokumentenkameras nach dem Vorbild der Grundschule Pfronten bekommen. Dafür hat sich jetzt einstimmig der Oyer Gemeinderat ausgesprochen. Die Kosten dafür werden sich auf etwa 142.000 Euro belaufen, wovon die Gemeinde selbst knapp über 14.000 Euro stemmen muss.

Fünf Milliarden Euro stellt die Bundesregierung nach einem Beschluss des Bundestags im Mai 2019 für die digitale Modernisierung der Schulen (DigitalPakt Schule) zur Verfügung. Demnach werden die Schulen zu 90 Prozent gefördert, so dass die Kommunen als Träger der Schulen nur noch einen geringen Eigenanteil beisteuern müssen. Und das möchte auch die Gemeinde Oy-Mittelberg nutzen. So stellte Wolfgang Peter, Konrektor der Grund- und Mittelschule Oy, das Konzept für die Oyer Schule in der Sitzung vor.

Einheitliches System für alle Räume

Derzeit kommen in den 19 Klassenzimmern und Fachräumen unterschiedliche Systeme zum Einsatz. „Jeder neue Kollege muss sich in vier verschiedene Systeme einarbeiten und diese beherrschen“, monierte Peter. Die Zweite Bürgermeisterin der Oberallgäuer Gemeinde, Gudrun Steiner (Liste Haslach), die Lehrerin an der Oyer Schule ist, bekräftigte das System-Chaos. „Für unsere älteren Kollegen aber auch für die jungen, ist es nicht leicht, sich immer damit zurechtzufinden“. Zudem sei auch nicht in allen Klassenzimmern und Fachräumen WLAN verfügbar. Teilweise müssen die Lehrer noch kabelgebunden arbeiten.

Die angestrebte Ausstattung der Schule sieht ein einheitliches System für alle Räume vor. So können Schüler und Lehrer die Unterrichtsinhalte mit Hilfe der digitalen Whiteboards und Dokumentenkameras mit wenigen Klicks ins Internet übertragen. Sie stehen so auch allen Schülern fast in Echtzeit zur Verfügung. Anhand eines kurzen Videos, das eine Schülerin zeigt, wie sie die Inhalte des Whiteboards mit wenigen Klicks ins Internet stellt, verdeutlichte der Pädagoge die „kinderleichte” und selbsterklärende Bedienung der Tafeln. „Das ganze dauert nicht mal eine Minute und die Inhalte können sofort über den Klassenzugang abgerufen werden“.

Gesamtkosten von etwa 142.000 Euro

Als Vorbild dient die Grundschule Pfronten, die schon mit solchen Tafeln und Dokumentenkameras arbeitet. Neben Werner Zitt (CSU), „die Kreidezeit an der Oyer Schule ist langsam vorbei“, sprachen sich auch weitere Ratsmitglieder für eine zügige und schnelle Umsetzung aus. Die Gesamtkosten, die Konrektor Peter auflistete, belaufen sich auf etwa 142.000 Euro. Eine IT-Firma wird die gesamte Struktur einrichten. Nach Abzug der staatlichen Förderung muss die Oberallgäuer Gemeinde einen Eigenanteil von knapp über 14.000 Euro stemmen. Die bisherigen Geräte und Ausstattung möchte die Schulleitung in der Aula und in den Fachräume verwenden. Einstimmig befürwortete der Rat das vorgestellten Konzept.

„Der nächste Schritt ist die Ausschreibung. Die Faschingsferien sind schon sehr sportlich für die Umsetzung der digitalen Zukunft an der Oyer Schule. Eher werden es die Oster- oder Pfingstferien, auch abhängig von der Lieferzeit“, sagte Bürgermeister Theo Haslach (CSU)zum weiteren Zeitplan.

hoe

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