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Günter Salchner bleibt Bürgermeister von Reutte

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Von: Hans Nikolussi

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Liste „Wir lieben Reutte“ mit Bürgermeister Günter Salchner (Mitte)
Günter Salchner setzt sich nicht nur bei der Bürgermeisterwahl in Reutte durch, seine Liste „Wir lieben Reutte” holt auch die meisten Mandate bei der Gemeinderatswahl.  © Archiv/ed

Außerfern – Günter Salchner ist alter und neuer Bürgermeister der Marktgemeinde Reutte. Er setzte sich am Sonntag bei den Wahlen klar gegen Klaus Schimana durch

Auch seine Liste holte mit neun der neunzehn Mandate die meisten Sitze im Gemeinderat. Mit fünf Gruppierungen, die sich der Wahl stellten, ging es im Bezirkshauptort damit am spannendsten zu. Anders sah es da in vielen anderen Gemeinden im Außerfern aus.

Nur gut die Hälfte der Wahlberechtigten schritt am Sonntag in manchen Gemeinden im Außerfern zur Wahlurne, gab es doch dort nur eine Liste, nur einen Bürgermeisterkandidaten zur Auswahl. Das wunderte eigentlich niemand. Sowohl Gemeinderat als auch Bürgermeister standen dort also bereits fest. Somit sind Karl-Heinz Weirather (Forchach), Stefanie Krabacher (Gramais), Martin Schädle (Grän), Martin Kärle (Hinterhornbach), Karina Konrad (Jungholz), Walter Zobl (Namlos), Petra Krabacher (Pfafflar), Hanspeter Außerhofer (Stanzach), Günther Walch (Steeg), Carmen Strigl-Petz (Vils), Gottfried Ginther (Vorderhornbach) und Harald Schwarzenbrunner aus Weißenbach die Gemeinderepräsentanten der Zukunft.

Außerdem verabschiedeten sich so manche Urgesteine der Kommunalpolitik. Um einige zu nennen: Ex-Bürgermeister von Höfen Vinzenz Knapp (24 Jahre), Langzeitbürgermeister Helmut Schönherr, Pflach (18 Jahre) und Hans Dreier, Langdiener in Weißenbach (25 Jahre).

Keine Kandidaten

Ein besonderer Fall im Reigen der Kommunen war Musau. Bis zum Ende der Einreichfrist gab es dort weder Kandidaten noch Gruppierungen für die Wahlen. Der alte Gemeinderat und sein Chef müssen somit weiter machen. In Wängle war ja schon vor einiger Zeit durch den Rücktritt des gesamten Gemeinderates eine Neuwahl notwendig geworden, die der Exekutivbeamte Florian Barbist hauchdünn für sich entschied.

Mit etwas Spannung wurden die Wahlen im Bezirkshauptort erwartet. In der Marktgemeinde Reutte stellten sich fünf Gruppierungen der Wahl. Die Bürgermeisterliste „Wir lieben Reutte“ erzielte neun der neunzehn Mandate, das „Team Schimana” sieben Mandate, „Die Grünen Reutte” zwei Mandate, die „Reuttener Freiheitliche” erhielten ein Mandat, das sozialdemokratische „Team Zukunft Reutte” flog aus dem Gremium.

Die Bürgermeisterwahl entschied Günter Salchner mit 63,3 Prozent für sich. Sein Konkurrent Klaus Schimana holte 36,71 Prozent der Stimmen. Insgesamt gaben 2859 der 4994 Wahlberechtigten in der Marktgemeinde ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 57,25 Prozent.

In den Nachbargemeinden Breitenwang und Ehenbichl setzten sich die Amtsinhaber Hanspeter Wagner und Wolfgang Winkler souverän durch. Neue Chefs gab es in den weiteren Gemeinden rund um Reutte: In Höfen amtiert in Zukunft Rüdiger Reymann, in Lechaschau Eva Wolf und in Pflach Karl Köck.

Köck macht das Rennen

Im zweitgrößten Ort im Außerfern, in der Zugspitzgemeinde Ehrwald, setzte sich der Bankangestellte Markus Köck gleich im ersten Wahlgang gegen seine drei Mitbewerbern durch.

In der kleinsten Gemeinde Österreichs, in Gramais, wollte Stefanie Krabacher einer „Übernahme“ durch andere Kommunen entgegenwirken, nahm die Dinge selbst in die Hand und erzielte ein beachtliches Ergebnis. Von 37 Wahlberechtigten machten 35 von ihrem Wahlrecht Gebrauch und alle stimmten für ihre neue Bürgermeisterin. Ein Tal weiter, in Pfafflar, heißt die Bürgermeisterin auch Krabacher, hier allerdings Petra mit Vornamen.

In der einzigen Stadt im Außerfern, im grenznahen Vils, ging es eher beschaulich zu. Die Listenführerin der einzigen Gruppierung, Carmen Strigl-Petz, wird in Zukunft dort die Geschicke lenken. Keiner der Kandidaten in den 35 Gemeinden des Bezirks muss in die Stichwahl, alle wurden im ersten Durchgang gewählt.

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