Kooperation und gegenseitiger Respekt 

Günter Salchner will neuer Bürgermeister von Reutte werden

Günter Salchner
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Günter Salchner will dem scheidenden Bürgermeister der Marktgemeinde Reutte, Alois Oberer, nachfolgen.
  • vonSelma Höfer
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Reutte – Der derzeit amtierende Reuttener Bürgermeister Alois Oberer tritt zum Ende des Monats von seinem Posten zurück und legt auch sein Gemeinderatsmandat nieder. Er sieht den richtigen Zeitpunkt für den Rücktritt gekommen, da Günter Salchner aus Oberers Fraktion „Liste Luis“ sich bereit erklärt hat, für dessen Nachfolge zu kandidieren. Im Interview mit dem Kreisbote spricht Salchner über seine Kandidatur und was die Bürger mit ihm als Bürgermeister erwarten dürfen.  

Günter Salchner (Jahrgang 1969) ist unter anderem Mitglied im grenzüberschreitenden Rotary-Club Reutte-Füssen und seit fast 20 Jahren Regionalmanager für den Bezirk Reutte sowie gleichzeitig Geschäftsführer der Regionalentwicklung Außerfern. Er gehört seit 2016 dem Gemeinderat (Liste Luis) an und ist seit 2020 im Gemeindevorstand. Er wurde in Innsbruck geboren und hat Ökologie an der Uni Innsbruck studiert. Später kam noch ein berufsbegleitendes Studium Wirtschaft und Management am Management Center Innsbruck hinzu. 

Die „Liste Luis“ hat im Marktgemeinderat die Mehrheit, sodass davon auszugehen ist, dass Salchner der Nachfolger von Oberer wird. Salchner ist momentan bereits stellvertretender Bürgermeister.

Herr Salchner, wie läuft nun das Prozedere rund um die Bürgermeisterwahl ab?

Salchner: „Innerhalb von zwei Jahren vor der nächsten Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl – die Periode dauert insgesamt sechs Jahre – wählt im Falle des Falles der Gemeinderat den Bürgermeister. Dass ein amtierender Bürgermeister, der nicht mehr antreten wird, innerhalb dieser Zeit vorab zurücktritt, passiert relativ oft. So hat der (Wunsch-)Nachfolger die Möglichkeit, sich einzuarbeiten.“

Wann wird diese Wahl stattfinden?

Salchner: „Bei uns wird nun voraussichtlich nach Ostern eine eigene Gemeinderatssitzung stattfinden, bei der ein Nachfolger gewählt wird. Ich werde mich auf jeden Fall der Wahl stellen“.

Müssen Sie mit einem Gegenkandidaten rechnen?

Salchner: „Es ist durchaus davon auszugehen, dass es mit dem derzeitigen zweiten Bürgermeisterstellvertreter Klaus Schimana von der ÖVP-Liste einen zweiten Kandidaten geben wird.“

Wie wird sich ihre Arbeit von der ihres Vorgängers unterscheiden?

Salchner: „Sollte ich gewählt werden, werde ich den Stil der fraktionsübergreifenden und gemeindeübergreifenden Kooperation und des gegenseitigen Respekts fortsetzen. Ich sehe mich als parteiunabhängigen Sachpolitiker, der versucht, das Beste für die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Ich war immer, und werde es auch zukünftig sein, ein Motor der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit unseren bayerischen Nachbarregionen und bin mit vielen Kollegen und Kolleginnen im Allgäu freundschaftlich verbunden.“

Zum Schluss des Gesprächs stellt Salchner fest: „Das Grenzüberschreitende leben wir übrigens auch in der Familie. Meine Partnerin stammt aus Oberschwaben und wir haben eine dreieinhalbjährige Tochter.“

ed

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