Geplantes Hotel am Festspielhaus in Füssen

Uferbereich der Füssener Ach: Gutachter weist Vorwürfe zurück

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Der Gutachter Bernd Kurus-Nägele hat für sein Gutachten vier Fledermausarten, 36 Vogelarten, vier Amphibienarten und elf Libellenarten am Uferbereich der Füssener Ach ermittelt. Da gebe es nichts zu deuten, wie er dem Kreisbote gegenüber erklärte.

Füssen – Mit Verwunderung hat Bernd Kurus-Nägele auf die Kritik an seinem biologischen Gutachten zur ökologischen Wertigkeit des Uferbereichs der Füssener Ach reagiert. Wie berichtet, hatten Bürgermeister Paul Iacob (SPD) und SPD-Stadträtinnen die Objektivität des Gutachtens in Zweifel gezogen.

Kurus-Nägeles Gutachten besagt – kurz zusammengefasst – dass das Ufergehölz hinter dem Festspielhaus ein gesetzlich geschütztes Biotop sei. „Wenn ich eine Erfassung mache, ist das eine Erfassung“, sagte Kurus-Nägele gegenüber dem Kreisbote. „Selbst als Laie kann ich die Strukturen vor Ort erkennen.“ Was er zu Papier gebracht habe, sei exakt das, was vor Ort an Tieren und Pflanzen anzutreffen sei. Da gebe es wenig zu deuten. „Das ist genau das, was sich dort widerspiegelt.“ 

Unter anderem hatte Kurus-Nägele vier Fledermausarten, 36 Vogelarten, vier Amphibienarten und elf Libellenarten auf dem Areal ermittelt. Dabei handele es sich zwar um keine besonderen Arten, sondern „Allerwelts-Arten“. Dennoch halte er das Ufergehölz und die nördlich daran anschließende Fläche mit „Röhricht“ für durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützte Biotope. Etwa die Hälfte davon wäre durch den Hotel-Bau am Festspielhaus zerstört worden. 

Wie im Kreisbote am vergangenen Samstag berichtet, war von SPD-Stadträtin Brigitte Riedlbauer und Bürgermeister Paul Iacob (SPD) die Aussagekraft des Gutachtens angezweifelt worden. Vor allem auch, weil Kurus-Nägele selbst im Bund Naturschutz Neu-Ulm aktiv ist. Michael Käs vom BN Füssen bestreitet aber einen Zusammenhang. Das eine habe mit dem anderen nichts zu tun. Kurus-Nägele sei dem Ortsverband als unabhängiger Gutachter empfohlen worden.

mm

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