Gutachter geben Entwarnung für Grundwasserstau

Weidach-Bewohner Kasimir Schmutz (stehend) meldet sich bei der Info-Veranstaltung im Musiksaal zu Wort. ed

Füssen – Um die Bedenken der Weidachgemeinschaft (WG) bezüglich der Gefahr von Wassereinbruch bei einer Bebauung auf dem ehemaligen Gärtnereigelände in die bestehenden Häuser zu zerstreuen, hat Bürgermeister Paul Iacob kürzlich zu einer Infoveranstaltung in den Musiksaal eingeladen.

„Wir wollen den Anliegern durch sachliche und fachliche Argumente Sicherheit geben", so Bürgermeister Paul Iacob im vollbesetzten Musiksaal. Zunächst präsentierte Architektin Dorothea Babel-Rampp die vorgesehene Bebauung, die besonders durch Führung des Straßenverlaufs verkehrsberuhigend gestaltet werden soll. Die maximal zweigeschossigen Häuser mit Satteldach sollen sich in die bestehende Bebauung integrieren. Grünflächenplaner Cornelius Wintergerst erklärte, wo die erforderlichen Ausgleichsflächen für das Baugebiet entstehen sollen: nämlich angrenzend an das Bauareal, oberhalb des Maxstegs und bei der neuen Stadtgärtnerei. Das Okay der unteren Naturschutzbehörde liege bereits vor. 

Obwohl Gutachter Anton Sauter genau erklärte, dass laut einem hydrogeologischen Gutachten keinerlei Gefahr bestehe, das Grundwasser in bestehende Häuser eindringen kann, meldeten Kasimir Schmutz und Wolfgang Englert hier Zweifel an. Ein Grundwasserstau sei durch die Neubebauung nicht zu befürchten so Sauter. An drei Stellen vorgenommene Bohrungen würden dies belegen.

Niemals über 784 Meter aufgestaut

Kasimir Schmutz befürchtete, dass bei extremen Hochwasser im Forggensee auf einen Pegel von 784 Meter über Normalnull beziehungsweise darüber aufgestaut würde. Hier entgegnete Bernd Engstle, dass dies nie der Fall sein wird, da der Schutz des Staudamms bei Roßhaupten vordergründig sei, und dann Schäden am Damm mit verheerenden Folgen entstünden. Um diese Werte entzündete sich zum Ende der Veranstaltung noch eine langatmige Debatte, die Bürgermeister Paul Iacob nach einer kurzen erregten Diskussion beendete. „Ich denke, sie können nach dieser ausführlichen Informationsveranstaltung beruhigt in ihre Häuser ins Weidach zurückkehren“ gab er den Versammelten mit auf den Heimweg. ed

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