Räte vertagen Entscheidung über Oyer Bahnhofnebengebäude

Zuerst die Kosten prüfen

+
Das Nebengebäude am Bahnhof in Oy macht derzeit keinen guten Eindruck auf die Gäste, die am Bahnhof ankommen.

Oy-Mittelberg – Zuerst wollen sich die Gemeinderäte über die Folgekosten für das Bahnhofsnebengebäude in Oy informieren, bevor sie eine Ent-scheidung treffen.

Dafür stimmten die Oy-Mittelberger Gemeinderäte jetzt mehrheitlich in ihrer jüngsten Sitzung. Hier hatte Bürgermeister Theo Haslach über die geplanten Baumaßnahmen für das kommende Jahr und die Fördermöglichkeiten informiert. „Oy hat bisher aus der Städtebauförderung seit 2009 eine Summe von 1,2 Millionen Euro erhalten“, erklärte Oy-Mittelbergs Bürgermeister Theo Haslach in der Sitzung. 

Die Gelder wurden für mehrere Maßnahmen in Oy, beispielsweise für die Neugestaltung des St.-Anna-Platzes sowie für den Erwerb, den Umbau und die Sanierung des Erd-Hauses verwendet.

Chancen stehen gut 

Da Oy im vergangenen Jahr keinen Zuschüsse aus dem Fördertopf beantragt hatte, stehen im kommenden Jahr die Chancen dafür sehr gut, informierte der Rathauschef weiter. Drei Baumaßnahmen seien für 2016 geplant: Zum einen der weitere Ausbau der Hauptstraße vom Gasthaus Ratskeller im Anschluss an den St.-Anna-Platz bis zur Alten Schulstraße. Dabei soll die Fahrbahn und der Fußgängerweg niveaugleich ausgebaut werden. 

Außerdem soll eine wasserführende Rinne anstatt Hochbordsteinen eingebaut und die Fahrbahn asphaltiert werden. Als zweites Projekt steht die Sanierung der Mittelberger Straße vom St.-Anna-Platz bis zur Alten Schulstraße auf dem Plan und als drittes soll das Bahnhofsnebengebäude aus- und umgebaut werden. 

Beim diesem Projekt seien Zuschüsse, die bis zu 60 Prozent der Kosten tragen werden, möglich, informierte Bürgermeister Haslach. Hier sei eine öffentliche Toilette sowie ein Ausstellungsraum für die Moorallianz geplant. Die Gesamtkosten werden sich auf bis zu 130.000 Euro belaufen. Nach Abzug der Städtebauförderungen und Zuschüssen von Seiten der Moorallianz für den Ausstel-lungsraum muss die Gemeinde noch etwa 50.000 Euro auf den Tisch legen. 

Erst Kosten ermitteln 

Doch die Gemeinderäte entschieden sich mehrheitlich dafür die Entscheidung für das Bahnhofnebengebäude auf eine der folgenden Sitzungen zu vertagen. Erst wollen sie sich über die Folgekosten, wie Unterhalts- und Reinigungskosten für die geplanten Toiletten informieren. Die soll die Gemeindeverwaltung ermitteln. Auch befürchteten einige Ratsmitglieder, dass durch Vandalismus nicht kalkulierbare Kosten auf die Gemeinde zukommen könnten. Die Räte wollen sich zudem die Erfahrungen der Gemeinde Seeg von deren Moorbahnhof anhören. 

Außerdem nahmen die Gemeinderäte nach einer kurzen Beratung die Mittelberger Straße aus der Entscheidung für 2016 heraus und verschoben sie auf den Antragszeitraum 2017. Denn für die Maßnahmen liegen noch keine Planungsunterlagen sowie Be-standsaufnahmen über den aktuellen Zustand vor.

hoe

Meistgelesen

Eiskalt durch den Dreck
Eiskalt durch den Dreck
"Wichtiger als der Karneval"
"Wichtiger als der Karneval"
Der Kanzler bei Plansee
Der Kanzler bei Plansee
Derblecken auf hohem Niveau
Derblecken auf hohem Niveau

Kommentare