Das Gymnasium Hohenschwangau weiht neue Mensa ein

Mit einer deftigen Weißwurstbrotzeit wurde die neugestaltete Hogauer Mensa eingeweiht. Foto: Sommer

Hohenschwangau -  Bei der Einweihung der neuen Mensa am Gymnasium Hohenschwangau begrüßte Schulleiter Peter Däxle den Bauoberrat Thomas Kieschke vom Bauamt in Kempten. Der führte in seinen  Worten durch die Geschichte des Bauens am Gymnasium, dem wahren Geist Hohenschwangaus.

Musikalisch und von der Kirche umrahmt endete am vergangenen Freitag der dritte Bauabschnitt der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen am Gymnasium Hohenschwangau. Eine knappe Million Euro kosteten die Arbeiten an und in der Mensa, die vor allem die 94 Heimschüler drei Mal täglich mit Mahlzeiten versorgt und daneben auch für rund 300 externe Schüler in der Tagesbetreuung ein Mittagessen zur Verfügung stellt. Rund zehn Millionen Euro, so Bauoberrat Thomas Kieschke, habe man in den vergangenen  Jahren, seitdem er das Referat 1999 übernommen habe, in Hohen-

schwangau verbaut. 

Was mit dem neuen Mehrzweckbau begann, über die Sanierung des Altbaus des Internates weiterging und nun mit der Mensa vorläufig endet. Dafür hätte man auch, so Kieschke, der in Kempten im staatlichen Bauamt für den Landkreis Ostallgäu für die staatlichen Gebäude, darunter die beiden Gymnasien Hohenschwangau und Marktoberdorf zuständig ist, eine neue Schule bauen können. Das vor allem mache die Sanierung und den Umbau so aufwändig, die Arbeit im Bestand, vor allem aber im laufenden Betrieb. 

An Pfingsten hatte man mit den Arbeiten am Mensa-Gebäude begonnen, jetzt kurz nach Allerheiligen wurden diese beendet. Wobei neben frischer Farbe, neuen Böden und einer effektiven Beleuchtung sowie einer komplett neuen Kücheneinrichtung auch viele Arbeiten im Hintergrund durchgeführt werden mussten. Etwa bei der Belüftung oder tragenden Teilen, die saniert werden mussten. Dabei habe man perfekt die Arbeit aufgeteilt, so Kieschke zu Schulleiter Peter Däxle. Dieser habe auf die Zeit geachtet, vor allem darauf, dass der Schulbetrieb nicht zu sehr gestört werde. Und er, Kieschke, habe auf die Kosten geachtet, damit diese nicht aus dem Ruder liefen. Man habe jeden Pfennig umgedreht, aber er sei immer zuversichtlich gewesen, dass die arbeiten innerhalb der genehmigten Kosten blieben. Wobei Kieschke die nächsten Baustellen im Auge hatte, etwa die Umkleideräume in den Sporthallen sowie die Personalbau des Internates. Insgesamt hatte Kieschke heuer 16 Millionen Euro zur Verfügung für alle staatlichen Gebäude im Ostallgäu, etwa die Bundeswehr oder die Polizei.

Wobei das Geld für den Unterhalt, die Sanierung und den Neubau von Gebäuden reichen muss. Deshalb auch habe der Umbau in Hohenschwangau auch erst 2006 beginnen können, als die Haushaltsmittel dafür bereitgestanden hatten. Aber, so Kieschke weiter, wer die Geschichte des Gymnasiums ansehe, der stelle fest, dass hier konstant gebaut werde. Quasi wie seinerzeit beim Fürstbischoff von Bamberg, der auch vom Bau-Wurm besessen gewesen sei. Vielleicht, so Kieschke, sei das der Geist Hogaus. Insgesamt gibt es in ganz Bayern nur 13 staatliche Gymnasien, zumeist mit Schülerheim. Das Gros der weiterführenden Schulen liegt in der Trägerschaft der Landkreise oder Kommunen. gau

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