Sperrung der B17 beeinträchtigt Tourismus

Besser als befürchtet

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Bürgermeister Johann Gschwill zieht vor interessierten Lechbruckern Bilanz.

Halblech – Die zeitweise Sperrung der B17 im vergangenen Jahr bremste – im übertragenen Sinn – auch den Tourismus in Halblech aus.

In der Bürgerversammlung gab Bürgermeister Johann Gschwill die Übernachtungszahlen von 2016 bekannt – und das Minus bei der Zahl der Ankünfte hänge nach seiner Ansicht mit der Straßensperrung zusammen. Die B17 erhielt, wie mehrfach im Kreisbote berichtet, entlang des Bannwaldsees 21 Tunnel zum Schutz der Kröten. 

Gleichzeitig wurde der Fahrbahnbelag erneuert. Teilweise große Einbußen mussten auch die Geschäfte und die Gastronomie hinnehmen. Befürworter der Krötentunnel sei der Bund Naturschutz, der sich erfreut gezeigt habe, dass der Freistaat sich für eine gefährdete Art einsetze und Geld in die Hand nimmt.

Insgesamt positiv

Insgesamt lief es im Tourismus aber nicht so schlecht für die Gemeinde. Für 2016 konnte die Kommune einen Zuwachs der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Der Trend der letzten Jahre setze sich fort mit dem Unterschied, dass die Aufenthaltsdauer der Gäste steige. Die Leute blieben im Schnitt wieder länger bemerkte Gschwill. 

Für Verunsicherung der Zuhörer sorgte ein Punkt aus Gschwills Bericht hinsichtlich des Vertrages mit der Firma Südwasser. Dieser laufe über zwei Jahre und beinhalte die „technische Betriebsführung“. Bisher habe sich die Energieversorgung Buching-Trauchgau (EBT) darum gekümmert, gab Gregor Vollmair seinen Bedenken Ausdruck. 

Ob man Südwasser überhaupt brauche, bisher habe es doch immer bestens funktioniert, hakte er nach. Gschwill bemerkte dazu, dass EBT durch Vorgaben und Richtlinien diesbezüglich an ihre Grenzen stoße und sich wieder auf ihren Kernbereich Stromversorgung konzentrieren wolle. 

Die Wasserversorgung bleibe in der Hand der Gemeinde, ebenso die Verantwortung. Es ändere sich nichts. Südwasser sei lediglich „für alles, was mit Technik zu tun hat“ verantwortlich. Dir Firma könne bestimmte Vorgaben, wie einen zwingend erforderlichen Wassermeister und notwendige Qualitätskontrollen, einfacher erfüllen. 

Sorgen wegen Kosten

Sorgen bereitet einen Teil der Bürger der Straßenausbau der Straße „In der Siedlung“. Wie Hubert Gut befürchten die Anwohner enorme Kosten auf sich zukommen, die durch die Entsorgung des Aushubs entstehen könnten. Der Straßenuntergrund könnte belastet sein, da er aus Asche und Kohle aus dem Hochofen bestehe. Bei einer vor kurzem anberaumten Anliegerversammlung war auch die Entsorgung des Aushubs ein Thema. Der Rathauschef beschwichtigte. Man werde mit den Anwohnern nochmal zusammen kommen und über die neuesten Erkenntnisse informieren, kündigte Gschwill an. 

Ein weiteres Thema war die Halblechbrücke. Hermann Pröbstl war besorgt, da man 1981 die Brücke in einem super Zustand übernommen habe. Aber mittlerweile sei sie heruntergekommen und jetzt sei sogar die Traglast verringert worden. Gschwill bestätigte dies. Der Gemeinderat habe sich bereits dieses Themas angenommen. Ein hinzugezogener Spezialist habe bestätigt, dass kein akuter Handlungsbedarf bestehe.

ms

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