Nachnutzung bleibt derzeit offen

Gasthof "Adler" in Halblech wird derzeit abgerissen

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Derzeit wird die Traditionsgaststätte „Adler“ in Halblech abgerissen.

Halblech – Ein Stück Dorfgeschichte wird es bald nicht mehr geben: Der Gasthof „Adler“ in Halblech wird derzeit abgerissen.

Der Eigentümer des Gebäudes, die Regens Wagner Stiftung, wollte nicht mehr investieren und so fand sich auch kein Nachfolgepächter mehr, nachdem Wirt Sebastian Remmler im Oktober vergangenen Jahres aufgehört hatte. Wie es nach den Abrissarbeiten mit dem Areal weitergehen soll, ist derzeit noch unklar. Viele Halblecher sehen mit Wehmut zu, wie der Gasthof „Adler“, der seit dem 18. Jahrhundert zum Ort gehört, abgerissen wird. 

Bereits die Postkutschen wechselten früher ihre Pferde in dieser Station. Seitdem feierten viele Generationen ihre Hochzeiten, Taufen und Geburtstage in dem Gasthaus. Der schöne Biergarten mit seinen Kastanien war zudem ein beliebtes Ausflugsziel. Doch bald wird es nur noch Erinnerungen an die vielen schöne Stunden geben. Denn mittlerweile ist ein Bagger vor die Traditionsgaststätte gerollt. In wenigen Tagen wird er das Gebäude abreißen. 

Mehrere Gründe hätten zu dieser Entscheidung geführt, heißt es von Seiten der Stiftung. Im Oktober 2018 hatte Sebastian Remmler nach zehn Jahren als Wirt des Gasthofs aufgehört. Bei einem Ortstermin mit einem Architekten wurde zudem klar, dass die Stiftung viel Geld in die Hand nehmen müsste, um die Gaststätte auf den aktuellen technischen Stand zu bringen. Da die Stiftung aber nicht mehr investieren wollte, fand sich auch kein Nachpächter. Eine Investition würde nicht dem Stiftungszweck entsprechen und ein Verkauf stand nicht an, hieß es dazu. 

Um der sogenannten Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, entschied sich die Stiftung dazu, das Gebäude abzureißen. Nutzung unklar Wie der stellvertretende Stiftungsvorsitzende Gerhard Reile anmerkte, seien sie selbst ziemlich überrascht gewesen, dass nach der Erteilung des Auftrags die Abbrucharbeiten so rasch beginnen. Vorerst sei auf dem Areal nichts geplant, erklärte Reile. Man müsse über eine Folgenutzung entscheiden. 

Dabei spielt auch der Brand des nahe gelegenen Klosters Rottenbuch eine Rolle. Die Regens Wagner Stiftung betreibt dort eine Bildungseinrichtung, die bei dem Brand stark beschädigt wurde. Das Hauptaugenmerk liege auf der fälligen Sanierung dieses Gebäudes, erklärte Reile. Auch gelte es, eine Nutzung zu finden, die dem Stiftungszweck dient und mit der auch die Gemeinde einverstanden sei. Möglich sei eine Ergänzung zu den bisherigen Behinderteneinrichtungen in Rottenbuch.

ms

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