Handlungsbedarf bei Kinderkrippe

Auf ein Jahr voller Aktivitäten beim Füssener Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) konnte Vorsitzender Uwe Claus in seinem Jahresbericht zurückblicken.

Neben Vorträgen und Ausflugsfahrten habe man ein Leseprojekt im Kinderhort zur Förderung der Lesefreude und Lesefähigkeit von Schulanfängern gestartet und die Weichen für „Hippy“, ein „familienaufsuchendes“ Projekt gestellt, in dem ab September 2009 Mütter geschult werden, damit sie mit ihren Kindern besser die Hausaufgaben machen können. Ganz aktuell stehe die Einrichtung einer Kinderkrippe an. Neuerungen in der personellen Besetzung des Vorstandes ergaben sich durch die Nachwahl einzelner Positionen, die aufgrund des tragischen Todes des Kassenprüfers Robert Hofmann, des Ausscheidens von Josef Scharf und Willi Möllers Wunsch, sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederzulegen, erforderlich waren. War das rege Vereinsleben schon Grund zur Freude für AWO-Vorsitzenden Claus, so ließen ihn die aktuellen Mitgliederzahlen erneut vor Freude strahlen: Man habe kontinuierlich neue Mitglieder gewonnen und liege nun bei einhundertfünf Personen. Ein herzliches Dankeschön richtete er an die Spendensammler, die dieses Jahr mit der stattlichen Summe von 1000 Euro zur Aufbesserung der Vereinskasse beigetragen hätten. Einzelne Projekte erläuterte stellvertretende Vorsitzende Brigitte Protschka in kurzen Worten. „Einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit im Bildungswesen leistet die AWO-Füssen-Schwangau mit dem Lesprojekt im Kinderhort, in dem sich acht ehrenamtliche Helferinnen betätigen, wie auch mit dem neu geplanten Hippy-Projekt“ so die AWO-Frau. „Dass wir mit Hippy künftig Müttern Unterstützung dabei geben, die Hausarbeiten mit den Kindern gut zu machen, ist eine tolle Sache“ sagt sie, „denn die Eltern sind immer noch die wichtigsten Lehrer für ihre Kinder“. Außerdem sei es wichtig, Hilfsangebote möglichst früh zu machen und nicht erst dann, wenn die Probleme schon da sind. Für die Sicherstellung des städtischen Anteils an der Finanzierung dankte sie Bürgermeister Paul Iacob, der das trotz angespannter Finanzlage ermöglichen konnte. Das sei grade in Zeiten wiederkehrender Schelte für fehlende Kinderfreundlichkeit in Füssen ein schönes Signal an die Füssener Kinder und Jugendlichen. Dringender Handlungsbedarf sei in der Frage der Kinderkrippe gegeben. Hier hoffe man bei der AWO auf die schnelle Klärung der noch offenen Brandschutzfragen, damit die Eltern schon im Herbst einen Betreuungsplatz für Ihre Sprösslinge im Anwesen der Spitalstiftung in der Spitalgasse nutzen können. „Die Anfragen und Anrufe häufen sich nun auch in der AWO-Geschäftsstelle“, so Protschka. Manche Mütter bräuchten jetzt schon Planungssicherheit, wenn es beispielsweise um ein Jobangebot geht. Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung verlas Helga Manthey den Kassenbericht, wurde von den Kassenprüfern für vorbildliche Kassenführung anerkannt. Anschließende erfolgte die einstimmige Entlastung des gesamten Vorstands durch die Versammlung. In den Nachwahlen wurden Ulrike Schoop und Ino Gnocchi als Beisitzer neu in den Vorstand gewählt. Ingrid Merz übernimmt das Amt der Kassenprüferin. Abschließend erinnerten Bürgermeister Paul Jacob wie Landtagsabgeordneter und Füssener Ex-Bürgermeister Dr. Paul Wengert an die immer gute und konstruktive Zusammenarbeit der Stadt Füssen mit der AWO Füssen-Schwangau. Uwe Claus: Diese wollen wir auch weiterhin pflegen. Und mit den neuen guten Kontakten von Brigitte Protschka, die nun ja auch Mitglied im Präsidium des Bezirksverbandes ist, haben wir gute Voraussetzungen dafür“.

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