Per Handschlag

Wie jedes Jahr am dritten Montag im September macht sich in Buching und Umgebung Unruhe breit. Der traditionelle Viehmarkt, bei dem der Handel noch mit Handschlag besiegelt wird, bringt Jung und Alt, die Einheimischen wie die Touristen zu Tausenden auf die Beine.

Heuer bei schönem frühherbstlichen Wetter – wie meist beim Buchinger Viehmarkt, sodass vom WetterPrivileg und der besonderen Beziehung nach droben gesprochen werden kann – wurden nach Blasmusik und ländlicher Reiterei 31 Jungrinder feil geboten. Nicht alle wechselten auch ihren Besitzer. Zwar wird jedes Jahr zwischen Bauern und Viehhändlern hart gefeilscht, doch in diesem Jahr war es bedeutend schwieriger, Geschäfte zu machen. Durchschnittlich 300 Euro niedriger, so stöhnten die Bauern, sei der Preis pro Rind. Da überlegten sich die Landwirte gleich zweimal, ob sie überhaupt verkaufen. Schuld sind wieder mal die Politik und der viel zu niedrige Milchpreis, keineswegs die Qualität der Moarkalbl. Herbert Pucher, Viehhändler aus Lengenwang, und seit 38 Jahren regelmäßig in Buching mit dabei, hat trotz zäher Verhandlungen seine Einkäufe getätigt. Recht zufrieden mit dem Alpsommer waren Alpmeister Martin Ott und Hirte Thomas Singer: Der Alpsommer verlief unfallfrei, Futter und Wasser waren in Hülle vorhanden, das Vieh ist in bester Verfassung. Während sich allmählich die Reihen am Marktplatz lichteten, füllte sich das Festzelt merklich und auf dem Krämermarkt drängten sich Kaufwillige wie Zuschauer. Während im Tal Trubel herrscht, verbringen die fast 300 Jungrinder noch letzte Sommertage auf den Buchinger Alpen und Viehweiden.

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