Bauausschuss lehnt Lärmschutzzaun eines Anliegers ab

Keine Lärmschutzwand am Vereinsheim

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Der Schgwangauer Bauausschuss lehnt eine Sicht- und Lärmschutzwand beim Vereinsheims ab. Der Nachbar hat, wie hier zu sehen, bereits mit dem Bau begonnen.

Schwangau – Mit einem klaren Nein hat der Schwangauer Bauausschuss auf einen geplanten „Lärmschutzzaun“ reagiert. Der Antragsteller ist Nachbar des Vereinsheims und hat beim Einzug bereits eine hohe Hecke gefällt.

Der Antragssteller ist Anwohner im Tassiloweg und Nachbar des Vereinsheims, in dem unter anderem Trachten- und Musikverein proben. Wegen deren Lärmimmissionen möchte der Bauwerber einen 1,80 Meter hohen Sicht- und Lärmschutzzaun mit 1,60 Meter langen Lärchenholzbrettern errichten. 

Erste Vorarbeiten hierzu gab es schon. So stehen die Granitstelen, an denen die Holzelemente befestigt werden sollten. An dieser Stelle habe die Verwaltung die Bauarbeiten unterbunden, so Schwangaus Hauptamtsleiter Klaus Lang. Zwar wäre das Vorhaben genehmigungsfrei nach der Bauverordnung und auch planungsrechtlich zulässig. 

Da hier im Tassiloweg aber ein verbindlicher Bebauungsplan existiert, ist eine Befreiung vom B-Plan nötig. Gemeinderat Rupert Gebler, selbst in der Musik aktiv, stellte fest, dass sich der „Lärm“ vonseiten der Musik auf eine Zigarettenpause zwischen 21 und 21.30 Uhr beschränke und dies allenfalls zwei Mal pro Woche. Öfter probe der Verein nicht. Als unerträglich empfanden es auch die Ratskollegen, wie hier versucht werde, sich einzumauern. 

Der Bauwerber habe das Grundstück bzw. das Haus erst jüngste übernommen, insbesondere mit einer Hecke, die das Grundstück gut gegen den Lärm abgeschottet habe. Es spreche nichts gegen einen Zaun mit Hecke, aber einem derart hohen Zaun verweigerten die Räte ihre Zustimmung. Nach außen hin kaum sichtbar, sind dagegen die Veränderungen, denen der Bauausschuss beim Hotel „Rübezahl“ zustimmen musste. 

Lediglich die Außensauna, die sich knapp 1,30 Meter über das Gelände erhebt, ist für den Außenstehenden zu sehen. Den Baumaßnahmen hatte man schon im März 2014 zugestimmt, nun galt es der Tektur zuzustimmen, wobei hierfür weder Befreiungen noch Ausnahmen vom Bebauungsplan notwendig sind. Einhellig gaben die Räte hierfür ihre Zustimmung. Gleiches gilt für die Pläne, ein Wohnhaus im Hiltepoltweg aufzustocken und um eine zweite Wohneinheit zu ergänzen. Zudem soll das Gebäude energetisch saniert werden. 

Dabei bleibt das Gebäude innerhalb der Vorgaben für Geschossflächen- und Grundflächenzahl sowie der Abstandsflächen. Hier allerdings bis auf einen Raum, über den bei der Sitzung nicht verhandelt wurde. Stellplätze können in ausreichender Zahl nachgewiesen werden, sodass die Schwangauer Räte nach einiger Diskussion zustimmten, wenngleich auch hier wieder über die notwendige Zahl diskutiert wurde.

gau

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