Höher gebaut als erlaubt

Füssener Bahnhof: Ausschuss genehmigt Abweichungen

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Der Füssener Bahnhof wurde 40 Zentimeter höher gebaut als eigentlich geplant. Darüber musste der Bauausschuss nun nachträglich entscheiden.

Füssen – 40 Zentimeter höher als erlaubt hat die Baufirma Hubert Schmid den Füssener Bahnhof gebaut.

Diese und andere Abweichungen hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung nachträglich mit drei Gegenstimmen von Dr. Christoph Böhm (CSU), Magnus Peresson (UBL) und Christine Fröhlich (FWF) genehmigt.

Aufgrund technischer Erfordernisse, unter anderem bei der Lüftung, musste die Baufirma nach eigenen Angaben von den genehmigten Bauplänen abweichen und die Fassade und die Grundrisse entsprechen anpassen, informierte Bauamtsleiter Armin Angeringer die Räte und empfahl ihnen das abzusegnen. 

Bahnhofsuhr fordern

„Ich kann dem zustimmen“, meinte Dr. Martin Metzger (BfF). Da man dem Unternehmen hier einen großen Schritt entgegenkomme, könnte die Füssener Stadtverwaltung nun aber auch vehementer eine neue Bahnhofsuhr einfordern. „Wir würden sogar eine Spendenaktion starten“, warf Wolfgang Bader (SPD) ein. „Wir schauen, dass wir das ohne Spende hinbekommen“, meinte jedoch Bürgermeister Paul Iacob (SPD) und erklärte, dass die Stadtverwaltung bereits das Thema Bahnhofsuhr angesprochen habe. 

Die müssten jedoch mit den Zeiten der Züge gekoppelt werden, warf Heinz Hipp (CSU) ein. „Das muss stimmen, das ist ein großer Aufwand.“ Was auch noch fehle, seien Schilder, die den Weg zum Bahnhof weisen, merkte Iacob an. „Das muss sein.“ 

Ein anderes Problem hatte dagegen Dr. Christoph Böhm (CSU). Die Stadt Füssen sei der Baufirma immer wieder entgegengekommen. Durch die städtische Forderung ein Giebel- statt ein Flachdach zu bauen, hätte die Firma sogar 1,5 Geschosse mehr bauen dürfen, die sie vermieten kann, so Böhm. „Mich stört an der Firma, dass das nicht reicht. Jetzt haben wir einen Schwarzbau.“ Dabei wunderte er sich, dass die Planer nicht schon vorher bemerkt hatten, dass die Lüftungsrohre nicht passen. „Bei einem Bau dieser Größenordnung kann es schon sein, dass er 40 Zentimeter größer wird“, warf Bürgermeister Iacob ein. Zu den Veränderungen habe auch der Stadtrat mit seinen Änderungswünschen beigetragen. „Ich weise das Wort Schwarzbau zurück“, sagte deshalb Iacob.

kk

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