Zwei Tonnen Heu für den Circus Sperlich

Heimische Unternehmer helfen dem in Füssen gestrandeten Zirkus

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ebos-Geschäftsführer Stefan Schmid (links) bringt Zirkus-Chef Jan Sperlich und dessen Team die gepressten Heuballen mit seinem Unimog auf den Füssener Festplatz.
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Die Spehrlich-Söhne beginnen sogleich die Ballen abzuladen.
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Auch die Kleinen mögen Heu auf ihrem Speiseplan.
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Mit Hilfe zweier Unimogs bringen die beiden Geschäftsmänner Stefan Schmid, Geschäftsführer der ebos GmbH, sowie Albert Miller, Geschäftsführer der elektromiller GmbH die schweren Ballen nach Füssen.
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Familie Sperlich und Familie Schmid plaudern noch eine Weile. Die Freude über diese Spende ist groß.
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Mit Hilfe zweier Unimogs bringen die beiden Geschäftsmänner Stefan Schmid, Geschäftsführer der ebos GmbH, sowie Albert Miller, Geschäftsführer der elektromiller GmbH die schweren Ballen nach Füssen.
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Füssen – Der auf dem Füssener Volksfestplatz gestrandete „Circus Sperlich“ darf sich über eine neuerliche Spende freuen: Sechs Heuballen sowie Obst und Gemüse.

Das brachten die Kemptener Unternehmer Stefan Schmid, Geschäftsführer der ebos GmbH, sowie Albert Miller, Geschäftsführer der elektromiller GmbH, jetzt mit ihren Unimogs von Kempten nach Füssen.

Das Heu, insgesamt zwei Tonnen, stammt von dem Hobby-Bio-Bauern Markus Lerchenmüller, Geschäftsführer der Lerchenmüller Maschinenbau GmbH aus Akams bei Immenstadt, der spontan ebenfalls zwei Ballen davon stiftete. Die Ballen sind nach Aussage von Zirkus-Chef Jan Sperlich sehr gut gepresst, so dass ein Ballen den Tieren etwa drei Tage lang das Futter sichern wird.

"Die Tiere können am wenigsten dafür."

Aufgerufen zu der Aktion hatte Schmid, der in Füssen wohnt. Er brachte dem Zirkus bereits zuvor Obst und Gemüse um kam bei dieser Gelegenheit auch mit der Familie Sperlich ins Gespräch. Ihre Situation habe ihm leid getan, vor allem jedoch können die Tiere nichts für diese Notlage, wie er sagte. Die Organisation der Heuballen stellte für den Nicht-Landwirt jedoch eine besondere Herausforderung dar. Die Abholung, das Verladen, der Transport und schließlich das Abladen kostete ihn fast einen ganzen Tag, wie Schmid dem Kreisbote berichtete. 

Mangelware

Denn im Frühjahr ist das Heu bereits eine Mangelware und viele Landwirte möchten ihre letzten Vorräte nicht verkaufen. Das zu organisieren, kostete Zeit, die der Geschäftsmann privat aufbringen musste, da sein Unternehmen nicht in Kurzarbeit ist. „Es trifft ja alle hart, aber den Zirkus ganz besonders“, so Schmid.

Auch seinen zweijährigen Sohn Maximilian brachte der Spender zu Übergabe der Ballen mit. Der Kleine hatte sichtlich Spaß an den Tieren sowie den Schleppern und Anhängern des „Circus Sperlich“. Eine gelungene Abwechslung für den Jungen, da durch die Ausgangsbeschränkungen die Tage für Kinder doch recht eintönig wurden. So gehe es auch anderen Kindern, die mit Futter und Geldspenden die Tiere besuchen, wie Taniela Sperlich berichtete. Auch bei diesen Besuchen achte sie jedoch darauf, dass der Mindestabstand eingehalten wird.

Vorstellung für Füssener

Der „Circus Sperlich“ ist, wie Jan und Taniela Sperlich betonen, sehr froh über die anhaltende große Hilfsbereitschaft der Füssener. Zum Dank würde der Zirkus gerne eine Vorstellung in Füssen geben, sobald dies wieder erlaubt ist und sofern die Stadt Füssen dies zulässt. Nur falls in anderen Bundesländern die Beschränkungen schon früher gelockert werden sollten, muss der Zirkus vorher weiterziehen. So schön es in Füssen sei, am liebsten möchten sie wieder von ihren Vorstellungen leben können und nicht auf Spenden angewiesen sein.

Selma Höfer

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