Welle der Solidarität

Ehrenamtliche Hilfen für Einkäufe in Pfronten und Schwangau gegründet

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In Pfronten und Schwangau können sich Interessierte, die älteren Mitmenschen helfen wollen, jetzt gezielt bei den Verantwortlichen melden.

Pfronten/Schwangau - In den Gemeinden Pfronten und Schwangau startet ab sofort ehrenamtlich koordinierte Hilfe für Mitmenschen, die nicht selbst Einkäufe tätigen können. „Wir sind überwältigt von der spontanen und großen Hilfsbereitschaft im Dorf,“ sind die Schwangauer Seniorenbeauftragte Margit Kiefer und Bürgermeister Stefan Rinke überzeugt.

Auf Initiative von Anja Mörz und Veronika Feller hat in Pfronten sich mit der Unterstützung der Gemeindeverwaltung ein örtlicher Helferkreis gebildet. Ziel ist die Koordination von Botentätigkeiten für Pfrontener, die aufgrund der aktuellen Beschränkungen im öffentlichen Leben sowie der eigenen Lebensumstände nicht in der Lage sind, Einkäufe wie Lebensmittel oder Arzneimittel selbst zu tätigen. 

Von Montag bis Samstag 8 bis 16 Uhr werden unter der Telefonnummer 0160/92 04 07 71 Anfragen zur Besorgung von dringend benötigten Lebensmitteln und Arzneien koordiniert. Vor allem älteren, allein stehenden Mitbürgern soll so geholfen werden, wenn Verwandte und Bekannte derzeit nicht zur Unterstützung von Einkäufen zur Verfügung stehen. „In kurzer Zeit haben wir viele Pfrontener erreicht, die sich für andere Menschen am Ort kümmern wollen“, so Mörz und Feller, „wir starten schnell und unkompliziert Hilfeleistungen für wirklich Bedürftige“.

 Bürgermeisterin Michaela Waldmann lobt das ehrenamtliche Bürgerengagement, „Gerade in der aktuellen Situation wird unser Allgemein-wohl auf die Probe gestellt. Initiativen wie die Pfrontener Coronahilfe zeigen, wie wir gemeinsam die Herausforderungen stemmen können. Es zählt nicht nur das Eigenwohl sondern Mitmenschlichkeit“. 

Die Gemeinde unterstützt daher die Initiative durch die Bereitstellung von Mobilfunktechnik und Beratung der ehrenamtlichen Helfer. Weiterhin werden unter der gemeindlichen „Coronahotline“ 08363/69 863 Auskünfte erteilt. Unter dieser Telefonnummer können sich auch weitere Helfer melden, die sich für Botengänge zur Verfügung stellen. Die Dienstleistungen der „Coronahilfe Pfronten“ werden mit dem „Verein für nachbarschaftliche Unterstützung und Zeitvorsorge (NUZ)“ abgestimmt. Die Unterstützung ist zeitlich und räumlich begrenzt und richtet sich nur an unterstützungsbedürftige Personen im Gemeindegebiet.

In Schwangau haben sich ebenfalls bereits zahlreiche freiwillige Helfer bei der Seniorenbeauftragten Margit Kiefer gemeldet. Deswegen hat die Gemeinde Schwangau ab sofort im Rathaus mit der 08362/81980 eine zentrale Telefonnummer für die Koordination eingerichtet. Unter dieser Rufnummer können sich Menschen melden, die dringend Hilfe benötigen. 

Mit dem Angebot soll vor allem Senioren schnell und unkompliziert geholfen werden. Mit dem analogen Telefonservice sollen bewusst ein Angebot für Menschen geschaffen werden, welche digitale Medien nicht nutzen. „Wir sind überwältigt von der spontanen und großen Hilfsbereitschaft im Dorf. Diese zeigt, dass es keinen Grund zur Angst oder Panik gibt. Die Versorgung der Bevölkerung ist jederzeit gesichert,“ davon sind Seniorenbeauftragte Kiefer und Bürgermeister Rinke überzeugt.

kb

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