Helmut Angl zieht Halbzeitbilanz

Helmut Angl (am Rednerpult) bei der Bürgerversammlung in der Lechhalle. Er musste sich auch mit kritischen Anfragen auseinandersetzen. Foto: gau

Auch im vergangenen Jahr hat sich wieder viel getan in Lechbruck. Was, das zeigte Bürgermeister Helmut Angl in der Bürgerversammlung, bei der auch Gelegenheit für Kritik oder Lob bestand. Diesmal verband Angl die Zusammenkunft in der Lechhalle auch mit einem Halbzeitresümee, vor drei Jahren war er neu in das Amt gewählt worden.

Vieles von dem, was Helmut Angl im Rückblick auf das Jahr 2010 gezeigt hatte, kam abermals in seiner Halbzeitbilanz vor, Straßenausbau und Kanalsanierungen, Schuldenabbau, Photovoltaik, vor allem aber ehrenamtliches Engagement im Ort. Das ist eines der zentralen Themen, dass sich die Lechbrucker gegenseitig helfen, die Jungen den Alten etwa. Die Liste ist lang, dazu gehört etwa auch die Feuerwehr, die nur durch das Engagement der Helfer ihr neues Fahrzeug auf die Beine stellen konnte. Dazu gehören mehr als 100 neue Sitzbänke, die renovierten Tretboote für den Lechsee, aber auch den neuen Wanderweg, der in Teilen durch die Ehrenamtlichen seine Form bekommen hat und seine Einrichtungen. Keine Neuverschuldung Rund 9,5 Millionen Euro betrug der Haushalt im vergangenen Jahr, damit sank die Pro-Kopf-Verschuldung Lechbrucks erneut auf inzwischen 5147 Euro, ohne die Kredite für die Photovoltaikanlagen. Diese Investition scheint sich zu einem Selbstläufer der Gemeinde zu entwickeln, trotz schlechterer Ausbeute im vergangenen Jahr halfen die Erlöse aus dem Sonnenstrom, etwa die Fenster in der Lechhalle, aber auch die thermische Sanierung des Rathauses zu finanzieren. Zu kämpfen hat die Gemeinde dagegen mit der Gewerbesteuer, so gab es im vergangenen Jahr mit 171000 Euro eine negative Gewerbesteuer resultierend aus unerwarteten Rückzahlungen. Demgegenüber stieg auch die Kreisumlage und die Gewerbesteuerumlage für die Gemeinde an, dennoch, so Angl, werde es auch heuer keine Neuverschuldung geben. Akribisch hatte der Bürgermeister die Posten seiner Amtsführung aufgelistet, sie lassen sich auch auf den Seiten des Rathauses im Internet abrufen. Wie Angl in seinen Ausführungen zeigte, wird so viel als möglich getan, um den Ort für Einheimische aber auch Gäste wieder attraktiv zu machen. Dass dabei das eine oder andere auf sich warten lässt, konnte man aus einer Anfrage erkennen. So wollte ein Bürger wissen, wann endlich eine bestimmte Straße saniert werde, deren Zustand nicht mehr tragbar sei. Und der Straßenerhalt sei schließlich Pflichtaufgabe der Kommunen. Da stellte Angl klar, dass es keine Neuverschuldung wegen einer kaputten Straße geben werde. Man werde die Straßen sanieren, sobald das Geld dafür vorhanden sei, es muss bezahlbar sein, erklärte Angl. Doch es gab nicht nur kritische Anmerkungen sondern auch Lob für den Kurs des Rathauschefs, der Tenor war, dass die Bürger ihr Anspruchsdenken zurückschrauben sollten. Einen Erfolg seiner Arbeit konnte Angl auch noch in der Versammlung vorstellen, nämlich dass es nun eine Lösung für das alte Schulhaus in Lechbruck zu geben scheint.

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