Herbe Niederlagen für den EV Füssen

Zwei schwarze Tage für die Füssener Leoparden: Nach einer 2:0-Führung in Deggendorf mussten die Schwarzgelben am Freitag eine 3:2 Niederlage hinnehmen. Noch schlimmer stellte sich das Geschehen am Sonntag zu Hause gegen Dortmund dar, als der EV Füssen nach einer 4:0- und 5:1-Führung froh sein konnte, am Schluss in der Verlängerung bei der 5:6 Niederlage wenigsten noch einen Punkt zu erhalten.

In Deggendorf stand es nach genau zwei Minuten 1:0 für Füssen. Einen Traumpass von Kevin Lavallee vollendete Jordie Preston. Das 2:0 für Füssen fiel in Überzahl, wobei Torschütze Leopold Prantl fast zu spät aufs Eis kam, dann aber beim Zuspiel von Tim Richter und Kapitän Eric Nadeau goldrichtig stand. In der 27. Minute scheiterte Johannes Mayr, als er dem Gegner in dessen Drittel die Scheibe abluchste, nur knapp. Eine Strafzeit gegen Füssen nutzte die Heimmannschaft mit sechs Spielern zum Anschlusstreffer, Irrgang hatte keine Abwehrmöglichkeit. Fünf Minuten später wurde Veit Holzmann penaltyreif am Torschuss gehindert, der Schiedsrichter sah das anders, das Spiel lief weiter und kurz darauf gab der Unparteiische das mehr als zweifelhafte 2:2 durch Bogdan Selea. Neuzugang Adam Gebara startete einige Minuten später einen Alleingang und schloss diesen gekonnt zur Führung ab. In der 60. Minute jubelte Füssen schon über den Ausgleich, doch Hauptschiedsrichter Ulrich Hatz war anderer Meinung, er gab das Tor nicht. Hadern mit dem Referee Sofort nach dem nicht gegebenen Tor nahm nun Deggendorf eine Auszeit und Füssen den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers heraus. Als Sekunden vor Schluss der Referee Jordie Preston, Eric Nadeau und Ricky Helmbrecht ebenfalls Zeitstrafen aufbrummte, war das Spiel gelaufen. Die nach dem ersten Drittel nicht erwartete Niederlage war perfekt. Georg Holzmann nach dem Spiel: „Es scheint so, dass wir nach dem ersten Drittel zu sicher waren. Deggendorf bot eine gute kämpferische Leistung“, so der Trainer. „Meiner Mannschaft kann ich spielerisch und kämpferisch keinen Vorwurf machen“, resümierte er. Im Sonntagsspiel gegen den EHC Dortmund waren die Gäste schon um 14.30 Uhr im Stadion. Dennoch schienen sie noch die lange Busfahrt in den Knochen zu haben. Es dauerte bis zur 9. Minute, ehe die ohne den gesperrten Jordie Preston agierenden Füssener durch einen sehenswerten Alleingang von Ricky Helmbrecht führten. Schnell folgten Tore durch Andrej Naumann, Eric Nadeau und Yannik Baier zwischen der 10. und 13. Minute. Die erste Schwäche nutzte Travis John Sakaluk zum Anschlusstreffer. Doch nach nur 32 Sekunden im zweiten Drittel erhöhte Eric Nadeau (Lavallee, Helmbrecht) zum 5:1 in Überzahl. Wer nun gedacht hatte, das geht so munter weiter, sah sich urplötzlich binnen 12 Sekunden in der 23. Minute mit zwei Gegentoren konfrontiert. Der Schwung der Füssener Mannschaft war unerklärlicher Weise dahin. "Müssen noch viel lernen" Noch vor der zweiten Pause schaffte Alexander Janzen den Anschluss, immer mehr dominierten die Gäste. Der Ausgleich war nur noch eine Frage der Zeit, der in Überzahl David Hördler in der 44. Minute gelang. Allein Füssens Torwart André Irrgang war es zu verdanken, dass der Gegner nicht schon in der regulären Spielzeit die vollen drei Punkte mit nach Hause nahm. Brenk war es dann, der in der Overtime (63. Minute) für sein Team den Sieg und den zweiten Punkt unter Dach und Fach brachte. „Nach dem Ausfall von Jordie Preston liegt die Verantwortung auf zu wenigen Schultern, ich kann den Jungen keinen Vorwurf machen, sie müssen und wir müssen noch viel lernen", meinte Trainer Holzmann hernach. Am morgigen Freitag, 9. Oktober, muss Füssen um 19.30 Uhr beim EC Peiting antreten, ehe am Sonntag, 11. Oktober, der EHC Klostersee im BLZ zu Gast ist.

Auch interessant

Meistgelesen

Hauptsache dabei sein
Hauptsache dabei sein
Eine zu große Verkaufsfläche
Eine zu große Verkaufsfläche
Motorradfahrer schwer verletzt
Motorradfahrer schwer verletzt
Alle Türen stehen weit offen
Alle Türen stehen weit offen

Kommentare