Pfrontener Heimatverein erinnert an den Bildhauer Peter Heel

"Überall Neuland"

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Im Rahmen der Feierstunde im „Haus des Gastes“ stellt der Ebenhofener Herbert Wittmann sein Buch über den Pfrontener Bildhauer Peter Heel vor.

Pfronten – Peter Heel ist wohl der bedeutenste Bildhauer des Allgäus. Seine geschnitzten Holzfiguren sind weit über die Grenzen des Allgäus hinaus bekannt.

Am 26. April 1767 starb der Künstler in Pfronten. Der Heimatverein nahm dies zum Anlass, jetzt in einer Feierstunde dem 250. Todestag des prominenten Pfronteners zu gedenken.

 Verbunden war der Festakt im „Haus des Gastes“ mit der Vorstellung des Buches „Peter Heel – sein Schaffen und seine Werke“ von Herbert Wittmann aus Ebenhofen. Der pensionierte Lehrer beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Künstler Peter Heel und hat über sein Leben und Schaffen viel Wissentswertes und Neues erforscht. 

Über den Pfrontener Künstler war demnach bis vor zehn Jahren kaum etwas bekannt, so Wittmann. Der Ostallgäuer Bildhauer sei zwar immer wieder genannt worden, aber meist im Zusammenhang mit anderen Künstlern. Über das Leben Heels sei bis dato kaum etwas bekannt gewesen. Diese Lücke könne jetzt nach über 30- jähriger Recherche endlich geschlossen werden, freute sich Wittmann. 

Waldmann würdigt Heel 

Die Festrede des Abends hielt Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann im voll besetzen Saal im „Haus des Gastes“. Sie würdigte in ihrer Rede sowohl das Schaffen Heels als auch das gerade neu erschienene Buch von Herbert Wittmann über das Leben und Schaffen des Pfrontener Künstlers. 

Anschließend kam der Autor selbst zu Wort und faszinierte die Zuhörer mit seinem enormen Wissen über Peter Heel, der unter anderem auch den Dachstuhl der Pfarrkirche St. Nikolaus in Pfronten entworfen hat. An Hand von Rechnungen könne nachgewiesen werden, so Wittmann, dass Peter Heel im Laufe seines Lebens wohl mehr als 700 Holzfiguren geschnitzt haben muss. Über den Verbleib jeder einzelnen Figur sei jedoch sehr wenig bekannt. „Aber das macht die Sache ja gerade so spannend“, so Wittmann. „Man betritt überall Neuland.“ 

Begeisterte Zuhörer

 Bei seinem Vortrag war es im Saal so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören, so einer der Zuhörer nach der Veranstaltung. Herbert Wittmann hat die Gabe, trotz seines hohen Alters die Zuhörer zu begeistern und auf eine Zeitreise mitzunehmen, brachte es abschließend einer der Zuhörer auf den Punkt. 

Das neu erschienene Sachbuch „Peter Heel – Sein Schaffen und seine Werke“ ist ab sofort im Buchhandel oder bei der Gemeinde erhältlich.

Ralph Finger

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