Eine Zukunft aus Beton

Als Engel verkleidet nehmen Michael Jakob (links) und Magnus Peresson in ihrem Kabarett die Lokalpolitik aufs Korn. F: nis

Füssen – Wieder kräftig derbleckt wurde am Aschermittwoch beim Salvator-Anstich im Hotel Hirsch. Heuer durfte die CSU-Landratskandidatin Maria Rita Zinnecker ran. Nur zwei glatte Schläge brauchte sie für ihren ersten Bieranstich. 

Das Publikum im vollen Restaurant freute sich nicht nur über den Anstich, sondern wartete auch gespannt auf das Kabarett „Füssenener G‘schichten beim Frisör – das jüngste Geri(ü)cht“, das von Michael Jacob, Magnus Peresson, Reinhold Kahle und Wolfgang Dzizon unter musikalischer Begleitung von Roland Kurz aufgeführt wurde. Mit Bick auf die anstehenden Kommunalwahlen bekamen die Spitzen, die über Honoratioren und Politiker, allen voran Bürgermeister Paul Iacob gemacht wurden, besondere Brisanz. 

Die Himmlischen, verkleidet als Menschen beim Frisör, zogen unter anderem über das Allgäuer Dorf her, wie auch über das Fällen der hundert Jahre alten und überaus gesunden Rotbuche, die nun zu Pellets verarbeitet wurde. Selbst Füssens Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier bekam sein Fett weg. Der wolle alles bewegen, bewegen; vorbei sei es mit der schönen Beschaulichkeit in Füssen. 

Auch die Landespolitiker, allen voran Landrat Johann Fleschhut, bekamen ihr Fett weg. Der sei seit Wochen in allen Zeitungen zu sehen, kaum eine Seite könne man aufschlagen, ohne dass der Fleschhut einem entgegengrinse. Schlag auf Schlag ging es unter Beifall und Gelächter weiter, sogar das Jüngste Gericht mit Ausblick unter anderem auf eine durch Hubert Schmid zubetonierte Füssener Zukunft wurde humorvoll schwarz gezeichnet, bis ein Donnergrollen von oben das Kabarett schloss. jl

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