Vortrag im Museum der Bayerischen Könige

Herzogin Ludovika: Die unbekannte Wittelsbacherin

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Der Politologe und Historiker Christian Sepp referiert im Museum der bayerischen Könige über eine eher unbekannte Wittelsbacherin.

Schwangau – Rehabilitiert hat jetzt Christian Sepp die frühere Herzogin Ludovika in Bayern in seinem Vortrag im Museum der bayerischen Könige in Hohenschwangau.

In seinen gut 60-minütigen Ausführungen unter dem Titel „Unbekannte Wittelsbacherinnen – Herzogin Ludovika in Bayern“ räumte der studierte Politologe und Historiker aus München einige negative Gerüchte über die Tochter von König Maximilian I. Joseph und Königin Karoline von Bayern aus dem Weg. 

Sepp stellte den ungefähr 40 Besuchern im Palmenhaus sein im März erschienenes Buch „Ludovika. Sisis Mutter und ihr Jahrhundert“ vor. Damit präsentierte er gleichzeitig „die allererste Biographie über Ludovika überhaupt“, wie er erklärte. Etwa drei Jahre Arbeit habe er in sein 500 Seiten umfangreiches, neuestes Werk über einen weiblichen Spross der bayerischen Monarchenfamilie investiert. Davon seien ein Jahr für die Recherche sowie zwei Jahre fürs Schreiben angefallen, teilte Sepp seinem Publikum mit. 

Dabei habe er auf „so gut wie nichts zurückgreifen“ können, weil Ludovika vorher meist nur in Werken über andere Personen oder Ereignisse erwähnt worden sei. Der Tod der 83-Jährigen im Jahre 1892 habe trotzdem „eine wirkliche Lücke“ hinterlassen, wie Sepp Marie von Redwitz zitierte, die Ludovikas Renommee damit einst ebenfalls erhöht habe. 

Während er sein Buch vorstellte, mit dem er „überhaupt mal ein Bild von Ludovika schaffen“ wollte, hielt Sepp dann auch eine Art Plädoyer für die bis dahin in der Literatur recht unbekannte Mutter der berühmten Kaiserin Elisabeth von Österreich, die noch besser unter ihrem Spitznamen Sisi bekannt ist. 

Dabei ließ er unter anderem Ludovikas Enkelin Amelie zu Wort kommen. Diese beschrieb ihre Großmutter als lebensfrohe Individualistin, die ehrlich, vornehm, zwanglos und naturliebend gewesen sei. Im Museum der bayerischen Könige zeichnete Sepp damit ein Porträt von Herzogin Ludovika in Bayern, das wohl für alle Interessierten an der Familiengeschichte der Wittelsbacher besonders attraktiv sein dürfte.

lex

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