Historiker spricht über Kronprinz Maximilian und dessen Ehefrau Marie

Informativ und unterhaltsam

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Neben dem Vortrag des Historikers Klaus Reichold sorgt auch der Liederkranz Füssen und Herbert Wiedemann am Klavier für Unterhaltung im „Museum der bayerischen Könige“.

Schwangau – Mit einem launigen Referat hat jetzt der Historiker Klaus Reichold „Max und Marie von Bayern“, die Eltern des Märchenkönigs Ludwig II., den rund 50 Besuchern im „Museum der bayerischen Könige“ näher gebracht. Die unterhaltsamen Ausführungen begleiteten der Liederkranz Füssen musikalisch.

Heuer feiert der Männergesangsverein unter der Leitung von Gisela Reichherzer schließlich auch seine Gründung vor 175 Jahren, als der Kronprinz Maximilian und Kronprinzessin Marie von Preußen zum ersten Mal gemeinsam Hohenschwangau besucht hatten, wie Claudia Knörrle vom Wittelsbachermuseum zu Beginn des Vortrags mitteilte. Die Sänger warteten daher auch mit wohl intonierten Weisen auf, die Reichherzer gewohnt souverän dirigierte. Das gefiel nicht nur ihr, sondern auch dem Auditorium, das sowohl dem Liederkranz als auch Reichold mehrmals Zwischenapplaus spendete. 

Reichold beeindruckte währenddessen mit viel Detailwissen, das er phasenweise ganz im Stile eines Entertainers darlegte und den Besuch von Max und Marie, die am 12. Oktober 1842 geheiratet hatten, zum Teil sehr anschaulich vor Augen führte. So berichtete Reichold etwa davon, dass es bei der Visite des Kronprinzenpaares in Schloss Hohenschwangau zeitweise „so ähnlich wie bei Papst Franziskus, wenn er über den Petersplatz fährt“ beziehungsweise „wie zu Silvester“ zugegangen sein müsse. 

Mit solchen Worten und mit Aussagen, wonach Maximilian II. und Marie bei ihrem Besuch 1842 am Alpsee „Ovationsopfer“ gewesen seien und Ludwig II. Hohenschwangau als eine Art „Wellness-Resort“ bevorzugt habe, sorgte Reichold immer wieder für Schmunzeln in den Publikumsreihen. 

Für zusätzliche Unterhaltung sorgte der Liederkranz Füssen. Das ließ zumindest der kräftige Applaus vermuten, mit dem das Publikum den Chor nach den Stücken „Die Burgfrau“, „Jägerchor“ und das „Lied der norwegischen Matrosen“ aus der Oper „Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner bedachte.

Alexander Berndt

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