Museum eröffnet Ausstellung über Pfrontener Künstler im Außerfern

"Mit Messer und Schlegel"

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Pfrontens stellvertretender Bürgermeister Manfred Seeboldt (links) zeigt sich sehr erfreut, dass Künstlern aus seiner Heimatgemeinde eine Ausstellung im Außerfern gewidmet ist. Das Lob dazu kam bei Museumsobmann Ernst Hornstein (2.v.l.) und seinem Stellvertreter und Kurator Klaus Wankmiller gut an.

Reutte – In 30 Orten im Außerfern von Berwang bis Zöblen waren Pfrontener als Bildhauer vom Frühbarock bis hin zum Klassizismus in den örtlichen Kapellen und Kirchen künstlerisch tätig.

„Mit Messer und Schlegel“ heißt eine Ausstellung im „Grünen Haus“ in Reutte, die diesem Thema gewidmet ist. In Pfronten gab es im 17. und 18. Jahrhundert gleich mehrere Bildhauerwerkstätten, die ihre Figuren ins benachbarte Außerfern lieferten. 

Anhand ausgewählter Exponate, insgesamt 40 an der Zahl, lässt sich in der diesjährigen Sommerausstellung die Entwicklung der Bildhauerkunst in dieser Zeit sehr gut veranschaulichen. Unter den vielen Besuchern bei der Vernissage konnte Museums-Obmann Ernst Hornstein zahlreiche Gäste aus Pfronten begrüßen, unter ihnen die beiden Bürgermeister-Stellvertreter Manfred Seeboldt und Alfons Haf. Schmunzelnd meinte Hornstein an die beiden Herren gewandt: „Wenn wir den Pfrontenern vor 300 Jahren schon ermöglicht haben bei uns Geld zu verdienen, dann sollte aus Pfronten schon jemand da sein.“

Er dankte allen privaten und kirchlichen Leihgebern für die Überlassung der Exponate, die unter „schweißtreibenden“ Bemühungen, denn einige sind sehr voluminös und damit schwer, ins „Grüne Haus“ gebracht wurden. Kurator Klaus Wankmiller war es vorbehalten, die sieben Künstler, die in der Zeit zwischen 1608 und 1829 lebten, einzeln vorzustellen. Er wies auf typische Merkmale der Figuren und Gegenstände hin, mit denen die Werke den jeweiligen Bildhauern zugeschrieben werden konnten. Gesichtsausdrücke, Körperhaltung, Fingerspiel oder Augenstellung – die man beim Betrachten der Figuren im Erdgeschoss und im ersten Stock nachvollziehen konnte.

Die Ausstellung kann noch bis 28. Oktober von Dienstag bis Samstag, jeweils zwischen 13 bis 17 Uhr, besichtigt werden. Zur Ausstellung gibt es ein begleitendes Rahmenprogramm wie am 13. Juli ein Vortrag von Klaus Wankmiller zum Thema und im Rahmen der „Samstagskultur“ am 22. Juli eine Fahrt zu Kapellen im Tannheimertal, in denen Werke von Pfrontener Bildhauern zu finden sind. Weitere Infos gibt es Internet unter www.museum-reutte.at. 

ed

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