Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm spricht in Füssen über Luther und die Reformation

Die Freiheit eines Christen

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Der Bitte, seine Rede von der Kanzel vorzutragen, „damit mich alle gut hören und sehen können” entsprach der Landesbischof bei seinem Auftritt in Füssen gerne. Auch darüber hinaus zeigte sich der Landesbischof wenig scheu und suchte das Gespräch mit den zahlreichen Zuhörern in der Füssener Christuiskirche.
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Der Bitte, seine Rede von der Kanzel vorzutragen, „damit mich alle gut hören und sehen können” entsprach der Landesbischof bei seinem Auftritt in Füssen gerne. Auch darüber hinaus zeigte sich der Landesbischof wenig scheu und suchte das Gespräch mit den zahlreichen Zuhörern in der Füssener Christuiskirche.
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Der Bitte, seine Rede von der Kanzel vorzutragen, „damit mich alle gut hören und sehen können” entsprach der Landesbischof bei seinem Auftritt in Füssen gerne. Auch darüber hinaus zeigte sich der Landesbischof wenig scheu und suchte das Gespräch mit den zahlreichen Zuhörern in der Füssener Christuiskirche.
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Der Bitte, seine Rede von der Kanzel vorzutragen, „damit mich alle gut hören und sehen können” entsprach der Landesbischof bei seinem Auftritt in Füssen gerne. Auch darüber hinaus zeigte sich der Landesbischof wenig scheu und suchte das Gespräch mit den zahlreichen Zuhörern in der Füssener Christuiskirche.
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Der Bitte, seine Rede von der Kanzel vorzutragen, „damit mich alle gut hören und sehen können” entsprach der Landesbischof bei seinem Auftritt in Füssen gerne. Auch darüber hinaus zeigte sich der Landesbischof wenig scheu und suchte das Gespräch mit den zahlreichen Zuhörern in der Füssener Christuiskirche.
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Der Bitte, seine Rede von der Kanzel vorzutragen, „damit mich alle gut hören und sehen können” entsprach der Landesbischof bei seinem Auftritt in Füssen gerne. Auch darüber hinaus zeigte sich der Landesbischof wenig scheu und suchte das Gespräch mit den zahlreichen Zuhörern in der Füssener Christuiskirche.
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Der Bitte, seine Rede von der Kanzel vorzutragen, „damit mich alle gut hören und sehen können” entsprach der Landesbischof bei seinem Auftritt in Füssen gerne. Auch darüber hinaus zeigte sich der Landesbischof wenig scheu und suchte das Gespräch mit den zahlreichen Zuhörern in der Füssener Christuiskirche.
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Der Bitte, seine Rede von der Kanzel vorzutragen, „damit mich alle gut hören und sehen können” entsprach der Landesbischof bei seinem Auftritt in Füssen gerne. Auch darüber hinaus zeigte sich der Landesbischof wenig scheu und suchte das Gespräch mit den zahlreichen Zuhörern in der Füssener Christuiskirche.

Füssen – Für Joachim Spengler, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde in Füssen, war es ein bewegendes Ereignis. Auch die Gäste in der vollbesetzten Christuskirche empfingen am Wochenende den Landesbischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Heinrich Bedford-Strohm, mit viel Applaus.

„Wir freuen uns, dass sie mitten im Reformationsjahr trotz vieler öffentlicher Verpflichtungen den Weg zu uns gefunden haben und wir sind gespannt, was sie uns zu sagen haben“, sagte Pfarrer Spengler. Unter den Gästen waren neben Dekan Jörg Dittmar aus Kempten, Füssens Zweiter Bürgermeister Niko Schulte (CSU) und das Halblecher Gemeindeoberhaupt Johann Gschwill. Im Lutherjahr referierte der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland zum Thema „Von der Freiheit eines Christenmenschen – Reformation und gesellschaftliche Verantwortung“.

Zunächst aber schwärmte Dr. Bedford-Strohm von der Allgäuer „Traumlandschaft“ und verriet kurz, dass er vor vielen Jahren schon einmal erwogen hatte, sich als Pfarrer in Füssen zu bewerben. „Mit einiger Verspätung bin ich nun unter Ihnen“, stellte er schmunzelnd fest.

In seinen Vortrag blätterte Dr. Bedford-Strohm weit zurück – in ein kleines Büchlein von Martin Luther aus dem Jahr 1545. Titel „Die Freiheit eines Christenmenschen“. Die darin enthaltenen Zeilen, nämlich das Freiheit und Reformation zusammengehören, seien aktueller denn je. Auch Nelson Mandela und zuvor Martin Luther King waren mit dieser Maxime eng verbunden – auch sie hatten soziale Gerechtigkeit und unternehmerische Freiheit auf ihre Fahnen geschrieben. „Für Luther galt: Der Mensch wird gerecht durch den Glauben, nicht aus dem Wirken“.

Auf Christus zu vertrauen bedeute, dass aus dem Glauben mit Mut und Zivilcourage nachhaltige Werke entstehen. „Die Freiheit eines Christenmenschen schöpft immer wieder aus den alten Quellen und die Kirche gibt, allen Unkenrufen zum trotz, Orientierung“, so Bedford-Strohm. Nicht zurück rudern, sondern aus Begeisterung aus dem Glauben Kraft zu schöpfen – diese Überzeugungsarbeit sei die Aufgabe eines Pfarrers auch gegenüber säkularen Menschen. Luther verwende in seinen Thesen immer wieder die Ausdrücke Buße und Sünde. Buße enthalte das Potenzial immer wieder oder regelmäßig in Selbstdistanz zu sich selbst zu geben – sei aber zugleich ein „Türöffner“ für das Leben mit Gott, „der uns durch die dunkelsten Zeiten trägt“. 

Nationalismus ist Sünde

Sünde sei für den Reformer Luther die Situation, „wenn der Mensch in sich selbst verkrümmt“. Eine Sünde sei im Gegensatz zum Patriotismus der Nationalismus, der immer wieder aufstrebe und extreme Auswirkungen auf das Leben haben könne. Die von Luther frühen Einsprüche gegen Monopolbildung, Kartelle, Spekulation bei Termingeschäften usw. seien auf die heutige Zeit eins zu eins übertragbar. Damals wie heute habe dies Konsequenzen für die Schwachen, die dabei auf der Strecke bleiben. 

Schon damals habe er öffentlich „Wirtschaftsdiebe und Wucherer“ mit seinen Worten gegeißelt und eine leidenschaftliche Option für die Armen bezogen. Die Kirche von heute müsse sich leidenschaftlich und authentisch für die Menschen einsetzen – egal ob evangelisch, katholisch oder andere christliche Glaubensrichtungen: „Deswegen ist die ökumenische Kirche so wichtig, denn wir haben nur einen Christus“.

ed

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