Hochschulpreis der Schwäbischen Wirtschaft für junge Informatikerin von Endress & Hauser

Sie ist noch jung, aber schon sehr erfolgreich. Die 25-jährige Diplominformatikerin Delia Arpogaus bekam im Firmengebäude Endress & Hauser Wetzer die Urkunde für einen Wirtschaftspreis ausgehändigt.

Als Angestellte des Nesselwanger Unternehmens hatte sie eine Diplomarbeit mit dem Thema „Integration und Automatisierung des Beschriftungslaserprozesses am Beispiel der Produktionsstätte in Italien“ erstellt. Diese Arbeit wurde so hervorragend bewertet, dass die Industrie- und Handelskammer Schwaben der jungen Informatikerin den jährlich vergebenen Hochschulpreis der Schwäbischen Wirtschaft verlieh. „Es wäre zwar auch möglich gewesen, eine derartige Arbeit an der Hochschule zu erstellen“, erzählt sie, „aber mir kam es sehr auf den Praxisbezug an, den ich bei der Firma Endres & Hauser verwirklichen konnte“. Der erste Arbeitstag im Sommer habe gleich in einem Zweigbetrieb in Italien stattgefunden, dort sei ihr die Produktion vorgestellt worden und sie hätte ihre Ansprechpartner kennen gelernt. Im Verlaufe ihrer Arbeit habe sie dann noch mehrmals nach Italien fahren müssen. Das von ihr entwickelte System werde in China bereits verwendet, „in Italien werden momentan noch die Laser integriert"“. Bisher sei es so gewesen, dass nur ein einziges Thermometerteil mit einem Leser beschriftet werden konnte. „Mit der Software, die ich entwickelt habe“, so Arpogaus, „können nun mehrere Teile gleichzeitig beschriftet werden. Das erleichtert den Vorgang und spart natürlich bei der Nachbestückung und Lasertür-Öffnung enorm Zeit“. Bei allen ihren Ausführungen merkt man der jungen Informatikerin stets ihr großes berufliches Engagement an. „Trotzdem bleibt mir immer wieder noch mal Zeit für mein Hobby, das Schifahren“, lacht sie. Regionalvorsitzender Gerhard Schlichtherle und Regionalgeschäftsführer Klaus Fischer von der Industrie- und Handelskammer Schwaben überreichten im Firmengebäude von Endres & Hauser der Preisträgerin ihre Ehrenurkunde. „Für uns ist es wichtig“, so Fischer, „dass diese Preisverleihung nicht nur an der Hochschule stattfindet sondern auch hier, denn wir wollen ja die Unterstützung der regionalen Wirtschaft vor Ort betonen. Uns liegt ja am Herzen, die regionale Wirtschaft zu fördern. Wir sind auch sehr daran interessiert, dass für Hochschulabsolventen der Praxisbezug von Anfang gegeben ist“. Thomas Rinas von der Firma Endres & Hauser, zuständig für "controling information engineering" schilderte den an der Ehrung Beteiligten, wie der Kontakt des Unternehmens mit der Preisträgerin zustande gekommen war und betonte, dass man Delia Arpogaus unter mehreren Mitbewerbern ausgewählt habe. Zur wirtschaftlichen Situation des Unternehmens äußerte sich anlässlich der Preisverleihung Geschäftsführer Wilfried Meissner sehr positiv. „Die Pipelines sind noch voll“, betonte er, „wir expandieren und bauen unsere Internationalisierung weiter aus“. Angesichts mancher Wirtschaftsprognosen gestalte man seine Planungen allerdings etwas vorsichtiger, um auch für den Fall einer Rezession gewappnet zu sein. .

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