Das "Hoftheater" zeigt ein hohes Niveau bei der Premiere seiner diesjährigen Spielzeit

Eine gelungene Premiere

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Ein Heidenspaß: Mit „Der gemütliche Teufel“ und „Waldfrieden“ bringt das „Hoftheater“ die Besucher am Bullachberg zum Lachen.

Schwangau – Eine sehr gelungene Premiere seiner diesjährigen Spielzeit am Bullachberg hat jetzt das „Hoftheater“ gefeiert. Dort präsentierte das Laienensemble auf hohem spielerischen Niveau „Der gemütliche Teufel“ und „Waldfrieden“.

Das Laienensemble unter der Regie von Rebecca Mack von Elmenau bereitete den rund 70 Zuschauern im Theaterstadel zu Füßen von Schloss Bullachberg dabei im wahrsten Sinne des Wortes einen Heidenspaß. Hatten doch die beiden lustigen Geschichten von Johann Nepomuk Nestroy beziehungsweise Ludwig Thoma herzlich wenig bis gar nichts mit Weihnachten zu tun. In seiner dritten Spielzeit in Schwangau ließ das Ensemble um die Schlossherrin am Bullachberg, Elisabeth von Elmenau, heuer zum ersten Mal auch eine relativ starke Fraktion aus dem Dorf der Königsschlösser auf der Bühne mitmischen. So gaben Karin Walz (Furia), Dieter Walz (Luzifer) und Usman Akram (Sepp, der Knecht) eine durchaus gute Figur in „Der gemütliche Teufel“ ab, während Corinna Mayr als Bäuerin richtig glänzte.

Hohes Niveau

In dem turbulenten, „diabolischen“ Intrigenspiel Nestroys beeindruckte sie darstellerisch genauso wie Reinhard Mack (Bauer), Thomas Honsberg (Satanas), Elisabeth von Elmenau (Die Alte) und Barbara Sabel (Belzebub), die ein blendendes Zeugnis ihrer jahrelangen Schauspielerfahrung ablegten und Leistungen ablieferten, die teilweise fast an professionelles Niveau grenzten. Das war bei Thomas „Waldfrieden“ nicht anders. Neben Rebecca Mack von Elmenau, die hier in einer der beiden Hauptrollen als Privatier Xaver Schanderl imponierte, beeindruckten dabei auch Kathrin Oberberger als Baumeister Korbinian Huber sowie Anja Fritzsche in der Rolle der Köchin Wally und Nicolaus Oberberger als Jäger Sepp.

Dem großen Beifall am Ende der Vorstellung nach zu urteilen, hatte das Publikum bei Schanderls und Hubers Versuch, die alten Zeiten wieder hochleben zu lassen, in etwa genausoviel Spaß wie bei Nestroys „Zauberspiel mit Gesang und Tanz in 1 Act nach einer Volkssage“. Dafür hatte das Publikum das „Hoftheater“ bereits zur Pause mit viel Applaus bedacht.

Das „Hoftheater“ bringt die zwei Stücke in den kommenden Tagen erneut auf die Bühne. Sie sind am heutigen Mittwoch, 28. Dezember, am Donnerstag, 29. Dezember, und am Freitag, 30. Dezember, sowie am Freitag, 6. Januar, und am Samstag, 7. Januar, jeweils um 20 Uhr zu sehen. Karten dafür können Interessierte unter der Telefonnummer 08362/81 980 sowie im Internet unter www.schwangau.de bei der Touristinformation Schwangau im Vorverkauf erwerben.

Alexander Berndt

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