Wandertrilogie Allgäu und Gemeinde Pfronten erhalten ADAC Tourismuspreise 2016

"Bestätigung für Geleistetes"

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Die Preisträger Michaela Waldmann (3.v.l.), Bürgermeisterin der ausgezeichneten Gemeinde Pfronten, und Wandertrilogie-Leiterin Christa Fredlmeier (5.v.l.) bei der Preisübergabe in Altusried. Überreicht wurde die Auszeichnung durch Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (4.v.l.).

Landkreis – Ein 876 Kilometer lange Weitwanderwegenetz, aufgeteilt in drei Routen und 53 Etappen, dazu 33 Würfel, ein jeder erzählt die jeweilige Ortsgeschichte – all das hat die Jury überzeugt: Der „ADAC Tourismuspreis Bayern 2016“ geht an die „Wandertrilogie Allgäu“.

Vergangenen Donnerstag überreichte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Preis in Altusried (Oberallgäu). Eine Auszeichnung erhielt auch die Gemeinde Pfronten für ihr Themenspielplatzkonzept.

 Den geladenen Gästen in Altusried war die Freude bei der Preisverleihung anzusehen, denn der Preis kommt einer ganzen Destination zugute. „Wir freuen uns sehr über diesen ersten Platz. Er würdigt die Arbeit aller Akteure aus den Allgäuer Landkreisen, den kreisfreien Städten und aus unseren Nachbarregionen in Baden-Württemberg und im Tannheimer Tal“, Hans-Joachim Weirather, Vorsitzender der Allgäu GmbH. „Bis zur Auszeichnung war es ein weiter Weg.“

Gemeinsam mit allen Partnern habe man die drei Hauptrouten Wiesengänger, Wasserläufer und Himmelsstürmer festgelegt und in Etappen untergliedert. „So haben wir im Allgäu eine Verbindung geschaffen zwischen den sanft hügeligen Regionen im Unterallgäu, der Heimat von Wasserdoktor Sebastian Kneipp, den Mooren bei Bad Wurzach, den Gipfeln des Allgäuer Hauptkamms und den Königsschlössern bei Füssen“, sagte Weirather weiter.

 Doch diese Arbeit habe sich gelohnt: Die Herausarbeitung der Trilogieräume und der Ortsgeschichten biete nun dem Wanderer eine reiche Auswahl an Themen. Geführt wird der Wanderer immer vom Steinmännle, dem Wahrzeichen. Den jeweiligen Trilogieraum nimmt der Wanderer unter anderem über spezielle Sitzbänke wahr: Im Schlosspark ähnelt die Ruhebank einer königlichen Chaiselongue, bei den Glückswegen der Wiesengänger-Route laden Bänke in Form eines Holzzubers ein, sich wie einst Sebastian Kneipp auszuruhen. Infotafeln vertiefen außerdem die Geschichte und informieren über die Etappen.

Natürlich sei auch an die Urlaubsplanung gedacht: Die Übersichtskarte der Wandertrilogie verschafft einen ersten Eindruck, das 312seitige Servicebuch beschreibt im Detail die Etappen, Unterkünfte, Einkehrziele sowie den ÖPNV oder den Gepäcktransfer.

Christa Fredlmeier als Projektleiterin ist ebenso wie Bernhard Joachim, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, überzeugt, dem Allgäu mit der Wandertrilogie ein unverwechselbares Profil gegeben zu haben. Denn Wege gebe es im gesamten Alpenraum, aber keine Destination habe es bisher geschafft, unverwechselbare Geschichten herauszuarbeiten und diese dem Wanderer zu erzählen. „Mit der Wandertrilogie Allgäu ist es uns gelungen, die Wanderdestination Allgäu im stark umworbenen europäischen Wandermarkt zu platzieren“, sagte Joachim.

Lob vom Präsidenten

 „Den Allgäuern ist es mit dem Wegenetz gelungen, die vielen Landschaftsformen des Allgäus in den drei Höhenlagen zu verbinden und zusätzlich unverwechselbare Geschichten zu erzählen“, lobte Dr. August Markl, Präsident des ADAC und Vorsitzender des ADAC Südbayern. „Auch wurde im ganzen Konzept stets die Qualitätsmarke Allgäu verankert und somit ein Zeichen für Nachhaltigkeit gesetzt.“ Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hob in ihrer Laudatio hervor: „Mit dem Tourismuspreis zeichnen wir auch dieses Jahr wieder vorbildliche Projekte aus. Er ist Anerkennung für besonders innovative und nachhaltige Geschäftsideen und Bestätigung für Geleistetes.“

Platz zwei und drei gehen ins Fichtelgebirge und nach Pfronten. Den zweiten Platz erhielt das „QR-Tour Tour Tablet App Bad Berneck & Goldkronach“ im Fichtelgebirge. Zwölf Programmierer, Künstler und Autoren gestalteten diese QR-Tour. Pfrontens Themenspielplatzkonzept erhielt den dritten Platz: Die Ostallgäuer Kommune setzt auf Familienurlaub und zum Angebot gehören kommunal und privat betriebene Einrichtungen wie das Alpenbad, die Eishalle oder der Waldseilklettergarten, ergänzt durch das Veranstaltungsprogramm der Gemeinde.

Diesem Angebot sind auch 12 so genannte Themenspielplätze zugeordnet. Innovatives Konzept Diese wurden in den vergangenen Jahren saniert und in ein Vermarktungskonzept unter Beteiligung aller Akteure des Segments Familienurlaub eingebunden (der Kreisbote berichtete). Darüber hinaus sollen generationenübergreifende Begegnungen gefördert werden, wozu die zwölf speziell gestalteten Spielanlagen, wie beispielsweise am Ritter- und Burgen-Spielplatz, gut geeignet sind.

 Dort kann noch mit alten Baumaterialien eine Burg nachgebaut werden, während auf dem ersten Computerspielplatz Deutschlands Bewegung und soziale Interaktion verknüpft werden. „Wir gratulieren Pfronten ganz herzlich zum dritten Platz des ADAC Tourismuspreis Bayern. 2016 gehen zwei Preise ins Allgäu was zeigt, wie innovativ unsere Urlaubsregion ist“, freute sich Joachim.

kb

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