Plansee-Gruppe hält Umsatz auf Vorjahresniveau

Auf Expansionskurs

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2016/17 investierte die Plansee-Gruppe 180 Millionen Euro weltweit. Zu den Höhepunkten zählt das Unternehmen den Neubau eines Produktions- und Vertriebsstandortes in Korea.

Breitenwang/Reutte – „Trotz weiter sinkender Rohstoffpreise ist es uns gelungen, den Umsatz auf Vorjahresniveau zu stabilisieren“, sagte Dr. Michael Schwarzkopf, Vorstandsvorsitzender der Plansee-Gruppe, jetzt bei der Bilanzpressekonferenz in Reutte.

Das Unternehmen habe die Absatzmengen und Marktanteile in allen Regionen gesteigert. So erzielte die Plansee-Gruppe mit Stammsitz in Breitenwang/Reutte am Ende des Geschäftsjahres 2016/17 einen konsolidierten Umsatz von 1,17 Milliarden Euro.

 „In einem Ausblick auf das derzeit laufende Geschäftsjahr lag die Nachfrage im ersten Quartal deutlich über den Vorjahreswerten und den Erwartungen”, fügte Schwarzkopf hinzu. Trotzdem bleibe er aber in seiner Prognose vorsichtig, da die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen unsicher seien.

Unabhängig davon seien auch im laufenden Jahr Investitionen zumindest in Vorjahreshöhe geplant und mehrere Übernahmen in der Evaluierungsphase. Wie Schwarzkopf in der Bilanzpressekonferenz ausführte, habe die Plansee Gruppe ihre Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter internationalisiert.

Neubau in Korea

So investierte sie insgesamt 180 Millionen Euro weltweit. Highlights waren dabei laut dem Vorstandsvorsitzenden der Neubau eines Produktions- und Vertriebsstandorts in Korea sowie unter anderem die Übernahme des Werkzeugherstellers Becker Diamantwerkzeuge in Landsberg am Lech. „Beide Unternehmen wurden vom Joint Venture Ceratizit, an dem die Gruppe 50 Prozent hält, akquiriert.

Speziell im Hartmetall- und Werkzeuggeschäft von Ceratizit sehen wir noch viel Spielraum über das starke organische Wachstum hinaus durch Übernahmen zu wachsen”, stellte er weiter fest. 

Die Plansee Gruppe habe ihr Industrie-Portfolio in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich ausgebaut, sagte Schwarzkopf. Alle Unternehmensbeteiligungen zusammengefasst, erzielten im Geschäftsjahr 2016/17 einen Umsatz von 2,14 Milliarden Euro. Der Produktionsumsatz in Breitenwang/Reutte betrug 570 Millionen Euro. Weltweit beschäftigen die Beteiligungsunternehmen 12.000 Mitarbeiter.

In Österreich waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2275 Mitarbeiter beschäftigt 

Erste digitale Firma

Der Vorstandsvorsitzende kündigte weiter an, dass das erste rein digitale Geschäftsmodell noch im laufenden Geschäftsjahr marktreif sein soll. „Matmach” werde die erste digitale Firma, mit Sitz in München, sein, die Ingenieure, Produktdesigner und Einkaufsteams mit den besten Werkstoffen für ihre Anwendung zusammenbringen soll. 

Sie sei eine unabhängige wissenschaftliche Informationsplattform für Werkstoffe und Endanwender, erklärte der Vorstandsvorsitzende. Auf diese Weise könnten erstmals Werkstoffe übergreifende Lösungen kostenlos miteinander verglichen und mit dem entsprechenden Lieferanten Kontakt aufgenommen werden. Umfang und Qualität der Werkstoffdaten, Bedienerfreundlichkeit und die Fokussierung auf den Arbeitsalltag der Nutzer mache „Matmach“ einzigartig, so der Vorstandsvorsitzende.

ed

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