Stadtrat stellt Geld für den Bau eines Bike- und Skateparks bereit

Gute Aussichten für den Skatepark

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Ende November vergangenen Jahres singen Bürgermeister, Stadträte und Kindergartenkinder ein Bewerbungsvideo für ein Benefizkonzert der "Toten Hosen". Damit sollte der Bau des Bike- und Skateparks ebenfalls finanziell unterstützt werden.

Füssen – Der Bau eines Skate- und Bikeparks im Weidach ist in greifbare Nähe gerückt: Nach dem positiven Grundsatzbeschluss von Ende November hat der Stadtrat am Dienstagabend einstimmig und ohne Diskussionen rund 400.000 Euro für das Haushaltsjahr 2018 frei gegeben.

Leicht gemacht hat den Stadträten diese Entscheidung wohl auch die Aussicht auf eine großzügige Förderung des Vorhabens durch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) bergaufland Ostallgäu und die EU. Klappt alles wie geplant, könnte die Anlage schon im Herbst 2018 fertig sein. 

Wie mehrfach berichtet, wollen junge Füssener um den heimischen Bauunternehmer Thomas Scheibel im Weidach einen Fun- und Skatepark bauen. Weil die Stadt das aber finanziell alleine nicht stemmen kann, sammeln Scheibel und seine Mitstreiter seit Monaten Spenden. Selbst die Düsseldorfer Punkband die „Die Toten Hosen“ sollten mit einem Benefizkonzert helfen. 

Außerdem sollte geprüft werden, ob es Fördermittel von der EU gibt. Das sei mittlerweile geschehen, berichtete Gmeiner. 

Voraussetzung für eine Förderung durch die EU ist demnach ein positiver Beschluss der LAG bergaufland Ostallgäu. In Vorgesprächen habe die LAG eine Förderung des Projekts in Höhe von 50 Prozent der Gesamtkosten (197.500 Euro) bereits in Aussicht gestellt. Mitte Juli will die LAG schließlich entscheiden. „Wir haben alle erforderlichen Schritte eingeleitet“, sagte Gmeiner. Auch in der Bewilligungsstelle der EU-LEADER-Förderung, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten, stünden die Verantwortlichen dem Bike- und Skatepark aufgeschlossen gegenüber. 

Demnach könne bereits im Herbst mit einem positiven Bewilligungsbescheid gerechnet werden, sollte der Antrag gleich nach der LAG-Sitzung im Juli gestellt werden. Stadt muss vorschießen Allerdings müsste die Stadt zunächst in Vorleistung gehen. „Der Antrag auf Auszahlung der LEADER-Förderung darf jedoch erst nach Abschluss der Baumaßnahmen und wenn die letzten Rechnung vorliegt, gestellt werden.“ 

Begonnen werden soll mit dem Bau im Frühjahr kommenden Jahres. „So dass im Herbst 2018 mit der Fertigstellung zu rechnen ist.“ Das Geld aus Brüssel würde dann etwa zu Beginn des Jahres 2019 ausgezahlt.

Allerdings könnte der Eigenanteil der Stadt Füssen an dem Projekt noch weiter sinken. Denn wie Gmeiner berichtete, übertreffe das Spendenaufkommen bislang alle Erwartungen bei weitem. Statt der anvisierten 30.000 Euro seien bisher fast 60.000 Euro eingegangen.

Dazu kommen weitere 20.000 Euro vom Zweckverband „Allgäuer Land“. 

Mittlerweile seien sogar Spenden in einer Gesamthöhe von 100.000 Euro nicht mehr illusorisch. „Weitere Spenden werden den Eigenanteil der Stadt weiter reduzieren“, betonte der Sportbeauftragte. Thomas Scheibel, Initiator der Aktion Skate- und Bikepark, ist zuversichtlich, dass noch mehr Spenden eingehen werden: „Sowohl die Höhe des Spendenstandes von fast 80.000 Euro als auch die breite Unterstützung aus der Bevölkerung sprechen für sich“, sagte er auf Anfrage. „Es gehen immer noch fast täglich Spenden ein und wir freuen uns natürlich auch weiterhin über finanzielle Zuwendungen.“ 

Scheibel weiter: „Der überwältigende Andrang auf der Messe ‚WIR in Füssen‘ bei der Skateboard-Show und am Fahrradparcours hat gezeigt, wie dringend Füssen das Projekt Funpark benötigt.“ Die Besucher und Stadträte hätten sich so überzeugen können, dass dieses Freizeitangebot sehr gut angenommen werde. „Daher ist es sehr begrüßenswert, dass der Stadtrat nun einstimmig seine Zustimmung für eine schnelle Realisierung erteilt hat.“ 

Neben dem Bereitstellen der 400.000 Euro entschied das Stadtparlament auch die Anmietung eines Toilettencontainers für die geplante Anlage. Die Mietkosten sollen sich auf 5000 Euro pro Jahr belaufen. Darüber hinaus beinhaltet der Beschluss, dass die Stadt als Eigentümerin und Betreiberin die Pflege und Wartung der Bike- und Skateanlage übernehmen wird.

Matthias Matz

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