Weihbischof Florian Wörner besucht am Wochenende die Füssener Pfarreiengemeinschaft

Beeindruckende Vielfältigkeit

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Weihbischof Florian Wörner (Mitte) im Bürgerspital beim Hospizverein Südliches Ostallgäu mit Pfarrer Yevno Cepe (links) von der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde und dem evangelischen Pfarrer und Joachim Spengler.

Füssen – Stark beeindruckt von „dieser Vielfältigkeit“ der Pfarreiengemeinschaft in Füssen zeigte sich Weihbischof Florian Wörner bei seinem viertägigen Besuch in der Lechstadt.

„Gut gefallen“ habe ihm vor allem das Pfarrfest mit den 150 tanzenden Mädchen und Buben, die sich in Anlehnung an den „König der Löwen“ vor einer Publikumsschar auf dem Vorplatz der Kirche „Zu den Acht Seligkeiten“ im Kreis fröhlich bewegten. Insgesamt vier Tage weilte der Weihbischof am Wochenende in Füssen. Er war im Stadtgebiet zu unterschiedlichen Stationen unterwegs.

Ein Informationsaustausch bei Füssen Tourismus und Marketing (FTM) stand dabei ebenso auf seinem umfangreichen Programm wie eine Begegnung mit den Ministranten, die in St. Gabriel vorführten, was sie für den hohen Gast aus Augsburg vorbereitet hatten. 

„Wir – insbesondere der Pastoralrat – haben uns für die Tage der Visitation schon einiges einfallen lassen, damit unser hoher Besuch in Füssen einen guten Einblick in das Leben in unserer Pfarreiengemeinschaft bekommt, denn darum geht es eigentlich“, so stellvertretend Diakon Christoph Schwarzer. Statt ihres gewohnten Gangs zur Kirche vor Ort versammelten sich die Gläubigen alle in der Kirche „Zu den Acht Seligkeiten“ in Füssen-West – was den Gemeinschaftsgedanken unterstreichen sollte.

Fahnenabordnungen der Vereine waren bereits vor Ort, als die Glocken zur Heiligen Messe anlässlich der Bischofs-Visitation riefen, die um 10 Uhr begann. Später schloss sich noch das Pfarrfest an. 

Kein Unbekannter 

Für die älteren Jugendlichen und ihre Familien ist der aus Garmisch-Partenkirchen stammende kirchliche Würdenträger, der im Auftrag von Bischof Konrad Zdarsa nach Füssen kam, kein unbekanntes Gesicht. Schließlich spendete er im Jahr 2013 in der Pfarreiengemeinschaft bereits die Firmung. Jetzt wurde Weihbischof Wörner auch erwartet, um die Räumlichkeiten des aus dem Pfarrheim in Füssen-West in die Altstadt umgezogenen Hospizvereins zu segnen. 

Das Foyer im Bürgerspital, wo der von Brigitte Engelhard-Lechner und Katrin Heller-Breer geführte Hospizverein Südliches Ostallgäu sein Büro hat, war proppevoll. Der Bischof nahm mit den drei Pfarrern der örtlichen Gemeinden förmlich ein Bad in der Menge. 

Vor der Segnung und nach den Begrüßungsworten der Vorsitzenden sprach Weihbischof Wörner drei Punkte an: den Faktor Zeit, für sich und andere, die Würde jeder Person, auch noch in der allerletzten Lebensphase, sowie die Begegnung von Mensch zu Mensch und mit Gott. „Wunderbar, dass sie sich für den Verein einsetzen“, sagte Bischof Wörner mit Blick auf die 34 ausgebildeten Hospizbegleiter. Diese bieten ihre „Weggefährtenschaft bei wachsender Akzeptanz“ in Füssen und im Umland an, freute sich Vorsitzende Engelhard-Lechner. 

Sie hatte zuvor unmissverständlich erklärt: „Hospizarbeit ist eine Ergänzung zu den vorhandenen sozialen Diensten.“ 

"Wertvolle Arbeit" 

Mit den Vereinsmitgliedern wendet sie sich dagegen, dass möglicherweise Arbeitsplätze im sozialen Bereich eingespart und solche „gesellschaftlich wichtigen Aufgaben“ den ehrenamtlichen Tätigen angedient werden könnten. „Das ist wertvolle Arbeit“, lobte der Bischof beim Treffen in der Füssener Tourist-Information die beiden Kurseelsorger Pater Michael Hubatsch und den Pastoralreferenten Christian Schulte, der sein Büro im Franziskanerkloster hat. 

Beide sind auch in den Kliniken und Hotels im Einsatz. Philipp Hoffmann von FTM stufte dem Bischof gegenüber den Kontakt zur Pfarreiengemeinschaft als sehr gut ein. Im Gedankenaustausch, an dem Füssens Stadtpfarrer und Dekan Frank Deuring und für die Hotel- und Gaststättenbetriebe Andreas Eggensberger teilnahmen, wurde außerdem deutlich: vielen „Fremden“ kommt es sehr entgegen, dass sie in Füssen zahlreiche Angebote von kirchlicher Seite kennen lernen. Dazu verhelfe auch gern das FTM-Team, wie Hoffmanns Kolleginnen in der Runde an Beispielen erläutern konnten.

cf

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