Weniger Kletterunfälle

Füssener Bergwacht zieht Jahresbilanz

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Aller Ehren wert: Joachim Knarr (v. l.), Harald Immler, Rudi Dürr, Bruno Böck und Rudi Mitzdorf werden von Hannes Bruckdorfer (3. v. l.) und Andreas Kösl (rechts) für ihre bereits lange währende Zugehörigkeit zur Bergwacht Füssen ausgezeichnet.

Füssen/Schwangau – Viel Lob für die Arbeit der Bergretter von den anwesenden Gastrednern gab es am Freitagabend in der Jahreshauptversammlung der Bergwacht. 

Tatsächlich mussten die Einsatzkräfte mit insgesamt 108 Einsätzen im vergangenen Jahr ein hohes Einsatzpensum leisten. Erfreulich dabei: Die Zahl der Kletterunfälle am Tegelberg ist zurück gegangen. 

Bei seinem Blick zurück auf das abgelaufene Berichtsjahr hob Bereitschaftsleiter Hannes Bruckdorfer am Freitagabend im Schwangauer „Schlossbrauhaus“ hervor, dass „alle ihr Bestmögliches gegeben“ hätten, „um die Bergwacht zu dem zu machen, was sie jetzt ist.“ 

Ähnlich brachte es Einsatzleiter Florian Settele zum Ausdruck, der einen Überblick über die insgesamt 108 Einsätze gab, zu denen die Füssener und Schwangauer Bergretter mit 45 aktiven Helfern 2017 ausrücken mussten. Im Zuge dessen erklärte er unter anderem, dass man im Bereich Klettern „letztes Jahr weniger Unfalleinsätze am Tegelberg gehabt“ hätte als 2016. 

Dabei hänge die Einsatzhäufigkeit teils sehr vom Wetter ab. „Unsere meisten Einsätze finden im Frühling, Sommer und Herbst statt“, fügte Settele weiter an und hob besonders die Zahl von 41 Wochenendeinsätzen hervor: „Da sind wir sehr, sehr aktiv.“ Die Einsatzkräfte der Füssener Bergwacht seien bei alledem unfallfrei geblieben, was dessen Leiter als „das Wichtigste“ bezeichnete. 

Mehr Rodelunfälle

Eine ganz aktuelle Entwicklung sei, dass die Zahl der Rodelunfälle zunehme. So seien „heuer schon erstaunlich viele Rodelunfälle“ passiert – sechs im Vergleich zu vier im gesamten abgelaufenen Jahr. Die Einsatzkräfte der Füssener Bergwacht seien bei alledem unfallfrei geblieben, was dessen Leiter als „das Wichtigste“ bezeichnete. Ausbildungsleiter Georg Seel sprach seinen Ausbilderkollegen ein großes Lob aus, als er verkündete, er sei „froh, dass wir so viele gute Ausbilder haben“. In insgesamt 2550 Stunden seien 82 Ausbildungen absolviert worden, was „ziemlich viel“ gewesen sei. 

Im Gegensatz dazu nimmt sich die Arbeit der Jugendgruppe, über die Florian Track und Andrè Hitzl informierten, mit zwölf Ausbildungen, für die der Nachwuchs 47 Stunden investierte, relativ gering aus. „Für 2018 haben wir uns viel vorgenommen“, kündigten sie allerdings an. Zuvor hatten sie ihre Freude darüber geäußert, dass sich die Jugendgruppe durch einen Mitgliederzuwachs in der jüngsten Vergangenheit vergrößert habe und derzeit 15 Jugendliche zähle.

Als Ziele für 2018 nannten Hitzl und Track schließlich „Spaß“ sowie eine „verbesserte Überleitung der Jugendlichen in die Bereitschaft ab 16 Jahren und die Einladung zum Mitmachen“.

Langjährige Mitglieder

Der Finanzbericht von Markus Albrecht war wohl mit ein Grund dafür, dass Revisor Hubert Vogler frohlockte: „Der Betrieb läuft bestens.“ 

Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Bergwacht haben Bruno Böck, Rudi Dürr, Rudi Mitzdorf, Harald Immler und Joachim Knarr geleistet, die Bruckdorfer und sein Stellvertreter Andreas Kösl für ihre 50 (Böck) beziehungsweise jeweils 40 Jahre währende Zugehörigkeit zur Bergwacht Füssen auszeichneten.

Viel Lob für die Arbeit der heimischen Bergwacht-Mitglieder und Einsatzkräfte gab es auch von den anwesenden Gastrednern. So sprach Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke den Einsatzkräften im Schwangauer „Schlossbrauhaus“ für „diese Einsatzbereistschaft“ seinen Dank aus, während es Füssens Zweiter Bürgermeister Niko Schulte (CSU) „toll“ nannte, „dass ihr immer da seid“. Schulte betonte: „Wir in den Kommunen wissen, was wir an euch haben.“ Der stellvertretende Allgäuer Bergwacht-Regionalleiter Michael Imbel würdigte die Füssener und Schwangauer ebenfalls, indem er betonte, sie stehe „super“ da. 

lex

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