Holzbau ist verkauft

Das Holzgebäude, das Bürgermeister Paul Iacob (SPD) einst per Eilentscheidung ohne vorherige Zustimmung des Stadtrats für die Erweiterung der Grundschule erstanden hatte, ist jetzt verkauft. Das bestätigte Bauamtsleiter Armin Angeringer auf Nachfrage des KREISBOTE. Eine Firma wird ihren Internetverkauf von dem Gebäude aus betreiben.

Ein Problem weniger: Das hölzerne Gebäude, das der Rathauschef seinerzeit angeschafft hatte, das sich dann aber als nutzlos erwies, gehörte zu den „Altlasten“ der unrühmlichen Geschichte um die Schulerweiterung. Nun ist die Stadt es los. Ursprünglich stand der Bau in Buchloe, wo er während des Umbaus der Realschule vorübergehend einige Klassen beherbergte. Dann kam ein Mitarbeiter im Landratsamt auf die Idee, es der Stadt Füssen anzubieten, die dringend nach Erweiterungsmöglichkeiten für ihre Grundschule suchte. Gründlich festgemacht hätte es auf dem Grundschulgelände Jahrzehnte lang Klassen- und weitere Unterrichtsräume zur Verfügung stellen sollen. Doch die Kosten des Projekts wurden mehrmals nach oben korrigiert, gleichzeitig wurden Zweifel an der Qualität des Holzbaus laut, bis der Stadtrat schließlich das Projekt kippte und sich für einen massiven Anbau an die Grundschule entschied. Der ist mittlerweile im Bau, das Holzgebäude aber war seit seiner Nutzung in Buchloe ohne Funktion – und im Besitz der Stadt Füssen. In seiner Märzsitzung nun behandelte der Bauausschuss einen Antrag auf Errichtung eines hölzernen Lagergebäudes mit Flachdach in der Hiebeler Straße. Dabei handelte es sich um den ominösen Bretterbau, der nun wohl doch noch zu einer sinnvollen Verwendung kommt. Bürgermeister Paul Iacob habe, so Armin Angeringer, mit verschiedenen Interessenten Verhandlungen geführt, aber erst jetzt einen Käufer gefunden, da die Stadt „kein Minusgeschäft“ machen wollte. 185.000 Euro habe die Stadt nach Angaben des Bauamtsleiters für den Bau bezahlt und ihn jetzt „null auf null“ an eine Firma, die in der Hiebelerstraße einen Internetverkauf betreiben wolle, weiterverkauft. Den Bauantrag für ein „Lagergebäude mit Büroräumen“ hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit einer Gegenstimme abgesegnet.

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