Füssen-Land will "Zwei plus X"

Nach dem offiziellen Teil diskutierten im „Haus Hopfensee“ die Kandidaten Gabriel Guggemos (v.l.), Helene Brenner, Bernhard Eggensberger und Herbert Dopfer Ideen von „Füssen-Land“. cf

Hopfen am See – Weitere sechs Jahre möchten der Hopfener Herbert Dopfer und Gabriel Guggemos aus Weißensee Stadträte in Füssen bleiben. Sie sind die Spitzenkandidaten der Wählergruppierung „Füssen-Land“, die kürzlich ihre 24 Kandidaten für die Kommunalwahl aufstellte. 

In einer geheimen Wahl unter der Leitung des Vorsitzenden Alfons Böck haben die 30 Teilnehmer dieser Versammlung die vorgestellte Bewerberliste einstimmig bestätigt. Die Wählergruppierung, die um die Jahrtausendwende mit drei Stadträten im Rathaus Füssen vertreten war, möchte ein Ergebnis „Zwei plus X“ erreichen, so Dopfer. Man sei allerdings auch bereits zufrieden, so Vorsitzender Böck, „wenn wie zuletzt mindestens zwei unserer Kandidaten den Sprung nach Füssen machen“. 

Dopfer und Guggemos, denen der Einzug ins Stadtparlament gelungen war, bringen laut Böck „großes Erfahrungspotenzial“ mit. „Beide zeichnen sich in ihrer Arbeit als Füssener Stadträte – die vor allem im Hintergrund erfolgt – durch Bürgernähe aus“, so der Vorsitzende der 40 Mitglieder starken Gruppierung. „Sie sind direkte Ansprechpartner in den Ortsteilen. Man kennt sie.“ 

Ebenfalls bekannt, insbesondere durch ihre musikalischen Aktivitäten, sind Bernhard Eggensberger und Christian Schneider auf den Listenplätzen drei und vier, so Böck. Die 24 Bewerber umfassende Liste von „Füssen-Land“ stellt wechselweise die Kandidaten aus Hopfen und Weißensee vor. Man kennt sich gut untereinander, entsprechend kurz ging die erforderliche persönliche Vorstellung der Männer und Frauen über die Bühne. 

Auffällig ist, dass hier ein Spektrum an Berufen von der Erzieherin bis hin zum Handwerker präsentiert wird. Böck hob darüber hinaus hervor, dass in „unserer Wählergruppierung das Ehrenamt, bei Vereinen und für die Kirche, eine ganz wichtige Rolle spielt“. Acht der insgesamt 24 Kandidaten auf der aktuellen Liste haben noch nicht ihren 40. Geburtstag gefeiert. Erst auf den Plätzen zehn und elf tauchen jedoch Kandidatinnen auf.

„Wir unterstützen die Sparpolitik, die der Füssener Haushalt schon länger und mit leichtem Erfolg vorsieht“, sagte Dopfer. Er warnte aber davor, sich „zu Tode zu sparen“. Dopfer wies auf „die Löcher in unseren Straßen“ hin. Er nannte hier als Beispiel die Panoramastraße. Guggemos plädierte dafür, dass der Tourismusverein als Pächter des Kiosks am Weißensee den geeigneten Betreiber auswählen sollte. 

Kurz wurde auch diskutiert, ob es Sinn mache, noch einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl aufzustellen. Böck wies in diesem Zusammenhang auf den Vorstandsbeschluss hin, dass Füssen-Land gegenüber den bereits bekannten Kandidaten, Bürgermeister Paul Iacob (SPD) und Ursula Lax (CSU/FW), die Neutralität wahre. Kandidat Karl Fichtl schnitt das Thema „Jugend“ an. Er sagte, man höre nur noch „vom Betreuten Wohnen in Füssen“ und nichts von Projekten für Jugendliche wie zum Beispiel der vorgeschlagenen Skater-Anlage. cf

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