Hospizverein will seine Bekanntheit steigern

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Zwei Geistliche gehören dem Vorstand des Hospizvereins Südliches Ostallgäu an (von rechts): Dieter Schwarz, Dr. Markus Brenner, Vorsitzende Brigitte Engelhard-Lechner, Waltraud Müller, 2. Vorsitzende Ute Zwerger, Pfarrer und Dekan Frank Deuring, Manfred Kreisle, Pfarrer Joachim Spengler von der evangelischen Gemeinde der Christuskirche und Florian Paulsteiner.

Füssen – „Die Würde des Menschen am Ende seines Lebens steht immer im Mittelpunkt unseres Bemühens“, so die 1. Vorsitzende des Hospizvereins Südliches Ostallgäu, Brigitte Engelhard-Lechner. Zu Beginn der Jahresversammlung im „Haus der Gebirgsjäger“ erläuterte sie kurz den Hospizgedanken.

Danach wurden Zahlen präsentiert. Engelhard-Lechner führt einen wirtschaftlich gesunden Verein. Dank der großzügigen Spenden in Gesamthöhe von 20 000 Euro sowie einem Zuschuss – er sorgt für den Ausgleich der anfallenden Personalkosten der eingerichteten Stelle einer Einsatz-Koordinatorin – wurde ein leichter Überschuss erwirtschaftet. Dieser Betrag liegt laut Bericht von Schatzmeister Manfred Kreisle knapp unter 4000 Euro. Der Hospizverein Südliches Ostallgäu ist am 18. September 2007 gegründet worden. In der Jahresversammlung des Vereins mit christlicher Grundhaltung stand nicht der Rückblick auf den fünften Geburtstag im vergangenen Jahr im Mittelpunkt, sondern der Ausblick auf die neuen Herausforderungen. „Es kommen wachsende Aufgaben auf uns zu“, betonte die Vorsitzende. Das kleine Jubiläum sei in aller Stille gemeinsam gefeiert worden. Wie Brigitte Engelhard-Lechner bei ihrer Begrüßung der Versammlungsteilnehmer sagte, „ist es erfreulicherweise zu einem dreißigprozentigen Anstieg an Anfragen und Beratungen gekommen“. Sekretärin Christine Maurer und die fest angestellte Koordinatorin Jutta Schäfer durften sich über den Applaus freuen, der ihrem „vorbildlichen Einsatz“ galt. Beifall von den über 50 Mitgliedern im Saal gab es auch für das Engagement der 24 aktiven Hospizbegleiter. Eine Begleiterin pausiert. Die ausgebildeten Hospizbegleiter haben 2012 laut Angaben der Vorsitzenden 51 „sensible Begleitungen von schwer- und todkranken Menschen geleistet“. Davon waren 33 Begleitungen im Seniorenheim, vier in Einrichtungen der Kurzzeitpflege und 14 im häuslichen Umfeld. Füssen mit 20, Seeg mit elf, Nesselwang mit sechs und Pfronten mit insgesamt fünf Begleitungen sind die Haupteinsatzorte. „Es muss Ziel sein, dass der Hospizverein auch noch in den anderen Gegenden und Orten bekannt wird.“ Damit gab die Vorsitzende die weitere Ausrichtung vor. Haupteinnahmequelle waren 2012 viele – oft auch kleinere – Spenden. Ein Teil der Einnahmen, die rund 60 000 Euro betragen, diene dazu, die Hospizbegleiter gezielt fortzubilden. Wie die Vorsitzende mit Hinweis auf ein Missverständnis berichtete, „hat unsere Hospizarbeit nichts mit einer Sterbehilfe gemein. Wir sind Weggefährten, für die das christliche Menschenbild Leitfaden ist.“ Mit dem Hinweis, dass der Verein weitere Hospizbegleiter „in unserem neuen Kurs ausbilden wird“, verband die Vorsitzende die Vorstellung, dass sich der Verein auf die Größe von insgesamt 196 Mitgliedern einpendeln könne. Die jüngste Hospizbegleiterin ist 23 Jahre alt. Im Hospizverein sind 132 Frauen und 53 Männer Mitglied. Hinzu kommen, wie Engelhard-Lechner an einem Schaubild demonstrierte, elf Institutionen. Anschließend haben die Mitglieder den Vereinsvorstands einstimmig entlastet, nachdem der Bericht von Christoph Huber erfolgt war. Er hatte mit Lothar Schaffrath die Kasse geprüft. cf

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