Festspielhauseigentümer Rietzler stellt Hotelprojekt in Frage

Noch keine Entscheidung beim Hotelprojekt am Festspielhaus

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Wie es mit dem geplanten Hotel am Festspielhaus in Füssen weiter geht, ist nach wie vor unklar.

Füssen - Wie es am Festspielhaus in Füssen weitergeht ist unklar. Noch hat Eigentümer Manfred Rietzler keine endgültige Entscheidung zur weiteren Vorgehensweise für das Hotelprojekt mit angeschlossenem Tagungs- und Kongresszentrum getroffen, wie er jetzt in einer Pressemitteilung erklärte.

Nachdem der Bund Naturschutz und der Kreisfischereiverein Füssen ausreichend Unterschriften für ihr Bürgerbegehren gegen das Hotelprojekt zusammen bekommen haben und es am Sonntag, 20. Oktober, zum Bürgerentscheid kommen wird, stellt der Festspielhauseigentümer Manfred Rietzler das Projekt in Frage. Gegen den Willen der Bevölkerung werde er das Hotel- und Kongresszentrum nicht bauen, hatte er vergangenes Jahr bei der ersten Planvorstellung gesagt. 

Noch habe er aber keine endgültige Entscheidung zur weiteren Vorgehensweise für das Hotelprojekt mit angeschlossenem Tagungs- und Kongresszentrum an Ludwigs Festspielhaus getroffen.

„Ich habe seit letzter Woche enorm viel Zuspruch aus den unterschiedlichsten Richtungen erhalten mit der dringenden Bitte unbedingt weiter um das Hotelprojekt und das Festspielhaus zu kämpfen.“, erklärte Rietzler. „Mein Team und ich werden diese Woche weiterhin versuchen, auf die Einwände und Argumente der Gegner einzugehen und nach einer bestmöglichen Lösung suchen.“

Vergangene Woche hatte sich Rietzler mit seinem Team bei einer außerordentlichen Klausurtagung des Stadtrats den Fragen des Gremiums gestellt. Dieses hatte vorab einen umfangreichen Fragenkatalog erstellt.  Rietzler unterstrich erneut, dass die einzig sinnvolle Lösung für eine Sicherstellung eines dauerhaften Theaterbetriebs in Ludwigs Festspielhaus, der Hotelbau mit angeschlossenem Tagungs- und Kongresszentrum sei. „Nur so können die Defizite aus dem Theaterbetrieb gedeckt werden", so der Festspielhauseigentümer. Dies unterstrich er mit der Wirtschaftlichkeitsstudie eines der führenden Beratungsunternehmens Europas im Bereich der Hotellerie.

Drohende Schließung abwenden

2016 war Rietzler nach der drohenden Schließung des Hauses als Investor eingestiegen und hat das Haus nach eigenen Angaben rein aus seinen Privatmitteln erworben und bis heute umfangreich saniert. 

Das Ludwigs Festspielhaus werde laut Rietzler komplett ohne staatliche Zuschüsse des Landes oder Bundes finanziert, auch die Stadt Füssen und der Landkreis Ostallgäu sind finanziell nicht in der Lage Unterstützung zu leisten. 

„Ich habe mich von Anfang an bereit erklärt, die Verluste des Hauses für einige Jahre privat zu tragen, aber nicht langfristig. Meine Intension beim Kauf war, das Festspielhaus endlich dauerhaft als Theater für meine Heimat, dem Ostallgäu, zu etablieren", so Rietzler. Nach einer umfassenden Wirtschaftlichkeitsprüfung der Zahlen der vergangenen Jahre sei dies nach Expertenmeinungen nur durch eine Verbreiterung des Angebots mit einem angeschlossenen Hotel- und Kongresszentrum möglich, sagte der Festspielhauseigentümer. Dies würde die Entwicklung der Region in Richtung Qualitätstourismus fördern und den Einheimischen ein hochwertiges und vielseitiges kulturelles Angebot sichern. „Die Alternative wäre ein dauerhafter Zufluss öffentlicher Fördergelder, wie bei eigentlich allen staatlichen und kommunalen Theaterbetrieben in Deutschland. Mein Plan war, das Festspielhaus durch das Hotel unabhängig von öffentlichen Fördergeldern zu machen und so eine solide finanzielle Basis zu schaffen.“

kb

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