Howard narrt die Ulmer Falcons

Füssens Pitcher Alexander Howard (hinten) beim Wurf: Mit ihm kamen die Gäste aus Ulm im zweiten Spiel am Sonntag überhaupt nicht klar. Dem „Royal Bavarian“ gelang ein so genannter „No-Hitter“: Keiner seiner Würfe wurde getroffen. F:priv.

Am Sonntag haben die Baseballer der Royal Bavarians in ihren ersten beiden Heimspielen gegen die Ulm Falcons gesiegt und erwischten so einen Start nach Maß in die neue Spielzeit. In Spiel Nummer eins gelang ein „last minute“-Sieg mit 3:2 im letzten Durchgang, während das zweite Spiel durch Pitcher (Werfer) Howard mit einem sogenannten „no-hitter“ eine klare Sache für Füssen war. Ganze sieben Durchgänge lang schafften es die Ulmer nicht, auch nur einen seiner geworfenen Bälle zu treffen.

Wie bereits in der Vorwoche auswärts agierten die Füssener Baseballer im ersten Durchgang etwas nervös und mussten nach „Basehit“, „Walk“ und einem „Error“ die ersten zwei Punkte hinnehmen. Zwar gelang im zweiten „Inning“ (Durchgang) den Allgäuern durch den erneut überragend spielenden Dirk Kühlewind der Anschluss zum 1:2, doch sollte es in den kommenden Durchgängen ruhig bleiben. Die Routiniers der beiden Teams, auf Ulmer Seite Georg Oberst und auf Füssener Seite James Starek, hielten die gegnerischen Schlagreihen kurz. Erst im sechsten Inning kam wieder Bewegung auf die Anzeigetafel. Der durch einen Hit auf Base gekommene Simon Lechner, sorgte durch einen Schlag von Kühlewind zum 2:2-Ausgleich. Nun war es vor Spannung kaum mehr auszuhalten. Ulm wechselte seinen Pitcher, Spieler-Trainer Alex Triantafillo kam für Oberst, während Füssens Trainer Stephan weiterhin an Starek festhielt. Obwohl die ersten beiden Schlagleute der Falcons in zwei schnelle Outs verwandelt worden sind, blieb Ulm hartnäckig und schaffte es noch, seine Läufer in aussichtsreiche Position zu bringen. Taktisch klug „walkte“ Starek den nächsten Schlagmann absichtlich, um das leichtere Aus gegen den nächsten Schlagmann zu holen. Nun hieß es einen „Run“ zu punkten, um das Spiel für sich zu entscheiden. „Walk“ für Wolter, „Basehit“ von Lorenz brachten Roth bei einem Aus an den Schlag. Er bekam den Pitch direkt an den Kopf und durfte ebenfalls aufs erste Base. Somit fand sich der starke Lechner bei einem Aus und „bases loaded“ am Schlagmal. Sein harter „groundball“ fand auch prompt die Lücke und bescherte den Royal Bavarians den dritten, reichlich umjubelten, Saisonsieg. „Wir haben immer an den Sieg geglaubt. Phänomenal wie wir uns zurück in das Spiel gekämpft haben!“, zeigte Coach Stephan sich überglücklich nach dem Spiel. Ganz im Gegenteil zu Spiel eins, drehten die RBs im zweiten Match von Anfang an auf. „Walks“ für Starek und Wolter und „Basehits“ von Zacek, Igelspacher und Riegger bescherten den Füssener gleich im ersten Durchgang eine komfortable Führung. Es entwickelte sich zu einem Werferduell zwischen Füssens Alexander Howard und Ulms Daniel Survilla. Die Offensivreihen beider Teams blieben bis auf wenige Akzente glanzlos. Man meinte das Spiel würde abflachen Alexander Howard war auf dem besten Weg Geschichte zu schreiben. Keinem gegnerischen Schlagmann gelang auch nur ein erfolgreicher Schlag. Kein Falcon flog weiter wie zur zweiten Base. Vier „Walks“ und 13 Strikeouts verbuchte Howard. Sieben Innings und 105 Würfe später hatte er es geschafft. Einen für einen Pitcher sehr seltenen „No-Hitter“. Dem überglücklichen Trainer Stephan fehlten da glatt die Worte: „Howard überzeugte heute voll und ganz und ein No-Hitter... was soll man da noch sagen – fantastisch!“.

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