Füssener Alpenverein hat heuer einiges vor 

DAV will bei der Kletterhalle in Rieden einen Mountainbike-Parcours bauen

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Der Vorstand der DAV-Sektion Füssen um Peter Nasemann (v.l., Naturschutz), Hubert Mayr (Touren), Manfred Sailer (Vorträge), Barbara Fähnrich (Senioren), Britta Reinartz (Presse), Claudia Hohlweg (Familien), Wolfgang Mayr (Schriftführer), Angelika Arnold (2. Vorsitzende), Jan Schmid (Jugend) Peter Ziegler (1. Vorsitzender) und Uwe Koßmeier (Ausbildung).

Füssen – Seit dem Beschluss des Olympischen Komitees, das Sport-Klettern in die Riege der olympischen Disziplinen mit aufzunehmen, wurden die Sektionen des DAV ein Teil des ganz Großen. Über diese Entwicklung freuten sich nicht nur die Kletterer der Füssener Sektion, sondern auch deren Vorsitzender Peter Ziegler. 

Durch den anhaltenden Kletter-Boom muss aber auch für das laufende Jahr kräftig in die Kletterhalle in Rieden am Forggensee investiert werden. Nur so könne man den steigenden Anforderungen gerecht werden, teilte Ziegler jetzt in der Jahreshauptversammlung der DAV-Sektion Füssen im Gesellenhaus mit. 

So müsse beispielsweise eine Lüftungsanlage eingebaut werden, um den Magnesia-Staub der Sportler auf ein Minimum zu reduzieren. Außerdem sollen das Bistro erweitert, die Außenkletterbereiche und die Parkplätze vergrößert und im angrenzenden Hangbereich ein Fahrtechnik-Parcours für Mountainbiker errichtet werden. 

Dieser wiederum sorgte bei den anwesenden Mitgliedern für Diskussionsbedarf, da die veranschlagten Kosten in Höhe von rund 60.000 Euro vielen zu hoch erschienen. Außerdem sollte bedacht werden, dass auch in Füssen eine ähnliche Anlage in Form eines so genannten „Pump-Track“ noch heuer entstehen soll. 

Diese Kritik aber ließen Peter Ziegler und der anwesende Riedener Bürgermeister Max Streif so nicht gelten. Die Füssener Anlage werde im Flachen errichtet, während die Riedener einen Hang hinabführt und somit ein Alleinstellungsmerkmal aufweise, um an Leader-Subventionen zu kommen, erklärten sie. Letztendlich stimmten die Anwesenden aber mehrheitlich dem Projekt zu. 

Eine kleine Bombe ließ derweil Hüttenwart Norbert Graf platzen: Für die meisten Anwesenden überraschend, nahm er mit sofortiger Wirkung aus persönlichen Gründen seinen Hut und stand auch nicht mehr für Wahlen zur Verfügung. Doch so einfach wollte und konnte Vorsitzender Ziegler ihn nicht ziehen lassen und meinte: „Da muas ma noml reden!“ Die Reaktion aus dem Publikum: „Des hätt ma scho viel friahna dua solla!“ 

Viele Neuerungen

Schließlich betreute Graf mit seinen Mitarbeitern den Umbau der „Fritz-Putz-Hütte“ von Anfang an und war verantwortlich für verschiedene Neuerungen wie eine Gasheizung für warme Duschen, deren Installation für 2018 vorgesehen ist. Außerdem verantwortete er unter anderem zwei Holzstadel im Außenbereich und die Errichtung eines Online-Buchungssystemes. Die Mühen wurden belohnt: So konnten die beiden Hütten „Fritz Putz“ und „Sepp Sollner“ („Kofelalm“) im vergangenen Jahr mehr als 5000 Übernachtungen verbuchen – mit weiter steigender Tendenz. 

Hohes Arbeitspensum

Die Kehrseite dieser positiven Entwicklung zeigte sich aber an dem geleisteten Arbeitspensum Zieglers, der im vergangenen Jahr 800 ehrenamtliche Stunden für den Verein investierte. „Dieser Aufwand kann aber dauerhaft nicht mehr neben der beruflichen Belastung in Vereinbarung gebracht werden, und deshalb bringe ich den Vorschlag zur Abstimmung ein, hierfür einen hauptamtlichen Geschäftsführer öffentlich zu suchen, sodass dieser ab 2019 eingesetzt werden kann“, so der Vorsitzende. Auch diesem Vorschlag stimmten die anwesenden Mitglieder mehrheitlich zu.

Für ihre 70 Jahre währenden Mitgliedschaft wurde Hermine Schichtl besonders ausgezeichnet. „Ist dies auch etwas sehr Ungewöhnliches in unserer heutigen schnelllebigen Zeit“, so Sektionschef Ziegler in seiner Laudatio. Auch den anderen Jubilaren wurde Dank und Mut zugesprochen, „auf dass sie sich ein Beispiel an Frau Schichtl nehmen und möglichst lange ein Teil der Füssener Bergsteigervereinigung bleiben“, so Ziegler abschließend. 

th

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