Verfahren gegen Harald Vauk vorläufig eingestellt

Ermittlungen gegen Rist dauern an

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Die Ermittlungen gegen Füssens Hauptamtsleiter Andreas Rist dauern weiter an.

Füssen – Die Ermittlungen gegen Füssens Hauptamtsleiter Andreas Rist wegen des Verdachts des Titelmissbrauchs dauern weiter an.

Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag auf Anfrage des Kreisbote mit. „Mit einem Abschluss ist in ca. zwei Wochen zu rechnen“, so Nadine Weick, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Kempten. Weick bestätigte außerdem, dass die Stadt Füssen durch Bürgermeister Paul Iacob (SPD) Mitte November eine weitere Anzeige gegen Harald Vauk, Sprecher der sogenannten Aktiven Bürger Füssen, erstattet habe. 

„Hierbei wird insbesondere der Vorwurf der falschen Verdächtigung erhoben“, erläuterte die Staatsanwältin. Bereits Ende Oktober hatte Iacob Vauk unter anderem wegen des Verdachts der üblen Nachrede angezeigt. Hintergrund sind die massiven Vorwürfe Vauks, Hauptamtsleiter Andreas Rist habe sich zu Unrecht mit dem Titel "Diplom-Verwaltungswirt" geschmückt. Der Hauptamtsleiter dürfe diesen Titel nicht tragen, da er lediglich eine Zusatzausbildung an der Verwaltungsakademie absolviert habe. 

Als vermeintliche Beweise für seine Vorwürfe führt der Sprecher der „Aktiven Bürger“ insbesondere alte Organigramme der Stadtverwaltung, eine Sitzungsprotokoll aus dem Jahr 2013 und ein mehrere Jahre zurückliegendes Interview Rists mit Füssen aktuell an. Rist und Bürgermeister Paul Iacob (SPD) bestreiten die Vorwürfe dagegen entschieden (der Kreisbote berichtete mehrfach). 

Tatsächlich hat die Staatsanwaltschaft laut ihrer Sprecherin Weick das Verfahren gegen Vauk vorläufig eingestellt. „Dies ist die allgemein übliche Handhabung in Fällen, in denen die Bewertung, ob ein strafbares Verhalten vorliegt, vom Ausgang eines anderweitigen Ermittlungsverfahrens abhängt“, erläuterte die Juristin. Denn eine falsche Verdächtigung könne naturgemäß nur dann vorliegen, wenn die erhobenen Vorwürfe sich als unzutreffend erweisen. 

Heißt konkret: Zunächst müssen die Vorwürfe gegen Hauptamtsleiter Rist geklärt werden. Abschließend wird dann entschieden, ob die vorläufige Einstellung in eine endgültige umgewandelt oder das Verfahren wieder aufgenommen werden“, so Weick. 

Bereits im vergangenen Jahr war ein Ermittlungsverfahren gegen Rist wegen ähnlicher Vorwürfe mangels tatsächlicher Anhaltspunkte eingestellt worden.

Matthias Matz

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