Zweites Treffen des Arbeitskreises "Bahnhof"

Konkrete Diskussionen

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Beim Neubau des Füssener Bahnhofs geht es nicht nur um dessen Gestaltung, sondern auch um den ÖPNV, der ebenfalls am Bahnhof beheimatet ist.

Füssen – „Wir befinden uns auf einem sehr positiven Weg.“ Zum zweiten Mal hat sich am Mittwoch der Arbeitskreis „Bahnhof“ getroffen, um über Änderungen an den von der Firma Hubert Schmid vorgelegten Plänen für einen neuen Bahnhof zu beraten.

Bürgermeister Paul Iacob (SPD) zeigte sich danach zuversichtlich, am 27. Januar in einer weiteren Sondersitzung des Stadtrates ein tragfähiges Konzept vorlegen zu können, dass diesmal die Zustimmung der Mehrheit findet. „Wir haben über die Architektur gesprochen. Es gibt verschiedene Vorschläge“, erklärte Iacob auf Anfrage des Kreisboten am Donnerstag. 

Diese sollen nun von zwei Architekten in das von Hubert Schmid vorgelegte Bahnhofskonzept eingearbeitet werden, berichtete er. Wie mehrfach in unserer Zeitung berichtet, war vor allem die äußere Fassadengestaltung des geplanten neuen Bahnhofs auf teils heftige Kritik gestoßen. Das führte dazu, dass der Stadtrat Anfang Dezember in einer ersten Sondersitzung zu noch keiner endgültigen Entscheidung kam. 

Die Stadtverwaltung hat nach Aussage von Iacob am Mittwoch hingegen den Auftrag erhalten, gemeinsam mit Verkehrsplanern einen Entwurf für ein mögliches Konzept für den Busbahnhof und den ÖPNV zu erstellen. Angedacht ist in diesem Zusammenhang anscheinend auch eine teilweise überdachte Fläche. Aus diesem Grund nahmen an der zweiten Sitzung des Arbeitskreises im Gegensatz zur ersten auch Vertreter der RVA GmbH und des Landratsamtes teil. Teilweise sei bereits „sehr konkret“ diskutiert worden, so Iacob. „Es gab einen regen Gedankenaustausch“, sagte der Bürgermeister. 

Tatsächlich bereitet neben der künftigen Fassadengestaltung des Bahnhofsgebäudes auch Gestaltung und Anordnung des Busbahnhofs Kopfzerbrechen. Dieser muss im Zuge der Neubauarbeiten voraussichtlich ein Stück nach Süden verschoben werden. Ein räumlicher Eingriff in den Freybergpark gilt daher als sicher. Der Umbau des Busbahnhofs hat allerdings langfristige Auswirkungen. „Wir müssen beachten, dass wir in eine Zeitschiene von 30 bis 35 Jahren hineingehen“, mahnte Iacob. Dennoch sei er zuversichtlich, am 27. Januar in einer weiteren Stadtratssondersitzung ein Konzept vorlegen zu können, was diesmal eine Mehrheit findet. „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, betonte er. 

Harald Vauk, Initiator der Bürgerbegehren gegen den geplanten Bahnhofsneubau, und seine Mitstreiter haben unterdessen ein viertes Bürgerbegehren in die Wege geleitet. In diesem fordern sie einen Aufstellungsbeschluss und ein Bebauungsplanverfahren für den Bahnhofsbereich und den Freybergpark. Dieses neue, vierte Bürgerbegehren – das nach Angaben von Vauk bereits von rund 350 Bürgern unterzeichnet wurde – hat mehrere Ziele. Neben dem Aufstellungsbeschluss und einem Bebauungsplanverfahren zielt es darauf ab, die Bäume im Freybergpark zu erhalten, Pkw-Verkehr möglichst zu verhindern, Bahnhof und Bahnhofsplatz neu zu gestalten sowie Parkplätze in der anliegenden Tiefgarage auszuweisen. 

Außerdem wird der Stadtrat damit aufgefordert, „zur Sicherung dieser Planungsabsicht alle hierfür notwendigen Maßnahmen“ zu ergreifen. Damit wollen die Initiatoren vor allem den Verkauf des Grundstücks Bahnhofvorplatz an die Firma Hubert Schmid verhindern, Bauanträge zurückstellen und eine Veränderungssperre erreichen. „Das war nötig“, so Harald Vauk gegenüber dem Kreisbote, „da ohne einen Aufstellungsbeschluss keine Veränderungssperre verhängt werden kann.“ Außerdem stärke es die Basis der übrigen Begehren, so Vauk weiter. „Wenn das neue Bürgerbegehren nicht gemacht wird, hätte sich der Stadtrat um die anderen beiden herumlavieren können“, erläuterte er.

Matthias Matz

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