Vorstand wird bestätigt

100 Jahre Einsatz für die Schwachen

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Für ihre langjährige Treue zur Arbeiterwohlfahrt werden im Rahmen der Jahresversammlung Roman Seider (30 Jahre), Anton Dachauer (40 Jahre) und Hermann Hofmann (30 Jahre) von Brigitte Protschka mit Urkunde und Verdienstnadel ausgezeichnet.

Füssen – Entgegen den üblichen Gepflogenheiten hielt Brigitte Protschka als Vorsitzender des AWO Ortsvereins Füssen-Schwangau die Ereignisse des Vereinsjahrs 2018 in der Jahresversammlung im „Haus der Gebirgsjäger“ relativ kurz.

Vielmehr ging sie stattdessen auf das 100-jährige Bestehen der Arbeiterwohlfahrt in Deutschland ein. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen bestätigten die Anwesenden Protschka in ihrem Amt. In Anerkennung seiner Verdienste um die AWO in Füssen wurde außerdem Uwe Claus zum Ehrenvorsitzenden ernannt (ausführlicher Bericht folgt). 

Die beiden Füssener AWO-Einrichtungen Kinderhort sowie das Kinderhaus „Schatztruhe“ sind laut Protschka sehr gefragt und gut belegt. Erfolgreich organisiert wurde laut Bericht der Vorsitzenden der Kinderkleidermarkt, bei dem zum ersten Mal ein modernes Scannersystem zum Einsatz kam. „Das war am Anfang schon etwas aufregend, hat aber am Ende doch gut geklappt“, führte die Füssener AWO-Vorsitzende in ihrem Jahresbericht aus und bedankte sich bei den ehrenamtlichen Team um Steffi Helmer, Silvia Müller und Katja Hipp. 

Gut angenommen werde das Familienforum mit Familienstützpunkt und sei als Anlaufstelle für viele junge Eltern sehr beliebt. Ausdrücklich bedauerte sie, dass das Projekt neuer Kindergarten im Weidach noch nicht umgesetzt ist und die Betreuungs-Einrichtung voraussichtlich erst Mitte des Jahres 2021 zur Verfügung stehen werde (der Kreisbote berichtete mehrfach). Schade war es für sie auch, dass das Familienförderungsprogramm Hippy, besonders für Kinder mit Migrationshintergrund im Alter zwischen drei und sechs Jahren aus Mangel an Teilnehmern eingestellt werden musste.

Mit Herz und Verstand

Eingehend auf die hundertjährige Geschichte der Arbeiterwohlfahrt als Teil der SPD im Dezember 1919 hob sie besonders Marie Juchacz hervor, deren Anliegen es war, die Menschen nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg wieder aufzurichten. „Marie Juchacz war eine Frau mit Herz und Verstand, deren damals hochaktive politische Arbeit als Vorkämpferin und Wegbereiterin für die Einführung des Frauenwahlrechts bereits im Jahr 1918 vorbildlich war,“ erinnerte Protschka an die Verdienste Juchaczs. 

Wie bereits erwähnt, schlug sie 1919 dem Vorstand der Sozialdemokratischen Partei vor, dass der „Heimatsausschuss für Arbeiter-Wohlfahrt“, aus dem dann später der Wohlfahrtsverband der Arbeiterwohlfahrt hervorging, eingerichtet wurde. „Wenn ich mir das und vieles andere heute anschaue, dann müssen wir von der AWO weitermachen – in der sozialpolitischen Arbeit, mit der wir uns für die Schwächeren, die Benachteiligten und die Minderheiten in unserem Land einsetzen“, stellte sie fest. 

Der letzte Kassenbericht von Ingrid Merz, sie gab bei den Vorstandswahlen ihren Posten an Katja Hipp ab, wurde von der Versammlung gutgeheißen und sie bekam ebenfalls wie die übrige Vorstandschaft die einstimmige Entlastung.

ed

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