1. kreisbote-de
  2. Lokales
  3. Füssen

Ilona Deckwerth hört als Vorsitzende der SPD Ostallgäu auf – Fischer übernimmt

Erstellt:

Kommentare

Regina Renner (Mitte) und Karin Wehle-Hausmann (rechts) und Ilona Deckwerth
Mit Blumen und einem Gutschein für ein Fondue-Essen auf der Zugspitze für zwei Personen verabschieden Regina Renner (Mitte) und Karin Wehle-Hausmann (rechts) die langjährige Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Ostallgäu Ilona Deckwerth. © Wengert

Landkreis – Die Ostallgäuer SPD hat eine neue Führungsspitze. Beim Unterbezirksparteitag in Marktoberdorf verabschiedeten die Versammelten mit Standing Ovations Ilona Deckwerth, die 19 Jahre lang den Unterbezirk leitete. Zu ihrer Nachfolgerin wählten sie einstimmig die Diplom-Verwaltungswirtin Hannah Fischer. Zur Stellvertreterin bestimmten die Versammelten erneut Regina Renner aus Füssen sowie zum neuen Stellvertreter Thigis Kirushnathasan aus Kaufbeuren.

Daneben verabschiedete der Parteitag einen Antrag zur Unterstützung des Radentscheids für eine bessere Rahmengesetzgebung für den Radwegbau und die Förderung des Radverkehrs, den ADFC-Kreisvorsitzender Johannes Auburger zum Auftakt der Versammlung erläuterte.

Mit den Worten „Heute stehen große Veränderungen an“ begrüßte die Vorsitzende des gastgebenden Ortsvereins Marktoberdorf, Katrin Adelheim, die Delegierten aus dem Ostallgäu und Kaufbeuren. Denn von 19 Vorstandsmitgliedern machten zehn neuen Funktionsträgern Platz. Deren meist langjährige Mitarbeit würdigte Deckwerth mit roten Rosen.

In ihrem Rechenschaftsbericht ließ Deckwerth ihre 19 Jahre als Vorsitzende des Unterbezirks mit vielen Bildern Revue passieren, erinnerte unter anderem an die Initiativen für die Verbesserung des ÖPNV und die Beschaffung von Luftfiltern für Schulen und Kitas, ihre Besuche bei den Ortsvereinen, die zahlreichen Wahlkämpfe und die viel beachteten Verleihungen der Roten ASF-Rose an prominente Preisträgerinnen. Die Delegierten spendeten ihrer bisherigen Vorsitzenden dafür einen langen stehenden Beifall.

Positive Zahlen

Positive Zahlen trug daraufhin Kassier Marco Ströer vor: Gab es 2020 noch einen Verlust zu verzeichnen, nahm der Kassenstand 2021 wieder deutlich zu, so dass sich der Unterbezirk für die im kommenden Jahr anstehende Landtagswahl gut gerüstet sieht. In der Mitgliederschaft dominieren die Männer mit 64 Prozent, das Durchschnittsalter beträgt 61 Jahre und der durchschnittliche monatliche Mitgliedsbeitrag 10,49 Euro, berichtete die bisherige Mitgliederbeauftragte Resi Riedle. Immerhin sind 45 Mitglieder im Juso-Alter dabei. Das älteste Mitglied ist 97 Jahre, das jüngste 16 Jahre alt.

Die Blicke der Delegierten richteten sich dann auf Hannah Fischer, die coronabedingt per Video zugeschaltet war. Sie wünsche sich eine starke SPD im Ostallgäu und in Kaufbeuren, rief sie der Versammlung zu. Es gehe darum, „noch präsenter zu sein bei den Menschen – vor Ort und in den Köpfen“. Die 37-jährige Diplomverwaltungswirtin ist seit 2009 SPD-Mitglied, war bereits stellvertretende Juso-Landesvorsitzende und Mitglied des Juso-Bundesvorstands. Seit drei Jahren ist sie Mitglied des Vorstands der BayernSPD und ver.di-Mitglied.

Renner bleibt im Amt

Nachdem sich der stellvertretende Vorsitzende Pascal Lechler nicht mehr zur Wahl gestellt hatte, wählten die Versammelten Thigis Kirushnathasan zu seinem Nachfolger. Kirushnathasan ist 26 Jahre alt und steht kurz vor seinem Master-Abschluss im Fach Kriminologie und Gewaltforschung. Die 37-jährige Regina Renner, die erneut zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde, ist Politikwissenschaftlerin und Pädagogin.

Zum Kassier wiedergewählt wurde der Gewerkschafter Marco Ströer ebenso wie Peter Hack als Schriftführer. Zur Mitgliederbeauftragten wählten die Delegierten die bisherige Vorsitzende Ilona Deckwerth, zur Bildungsbeauftragten Josephine Berger. Als Beisitzer bestimmten sie: Renate Domin, Herbert Kelz, Simon Loderer, Erich Nieberle, Susanne Sorgenfrei, Karin Wehle-Hausmann, Dr. Paul Wengert und Tobias Merz.

Die Jusos vertritt weiterhin Thigis Kirushnathasan, die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Hannelore Semmlin-Leix und die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerfragen (AfA) Hans Trübenbach. Die Kasse prüfen künftig Catrin Riedl und Pascal Lechler.

Zum Abschluss blickte Ilona Deckwerth im Gespräch mit Regina Renner und Karin Wehle-Hausmann, das mit Bildern illustriert wurde, zurück. Dabei kam auch so manche Episode zur Sprache, die die Delegierten zum Schmunzeln brachte.

Auch interessant

Kommentare