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Im Füssener WEZ soll sich heuer einiges tun

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Reinhold Sontheimer und Annerose Schneider
Mit einem Blumenstrauß und einem kleinen Geschenk verabschiedet Vorsitzender Reinhold Sontheimer seine bisherige Stellvertreterin Annerose Schneider. © ed

Pinswang/Füssen – Eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2021 des Walderlebniszentrums vermeldete jetzt Geschäftsführerin Carolin Klughammer.

Eine positive Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr des Walderlebniszentrums (WEZ) vermeldete in der Jahreshauptversammlung des Trägervereins Geschäftsführerin Carolin Klughammer „nach langen Zeiten der Dürre“. Für das laufende Jahr geht sie ebenfalls von guten Zahlen aus: Allein am Ostermontag waren Klughammer zufolge über 1000 Besucher auf dem Baumkronenweg unterwegs.

Vor allem der September sei ein ganz starker Monat gewesen, blickte die Geschäftsführerin zurück. An Weihnachten musste aufgrund der Corona-Regeln in Österreich der Parkplatz geschlossen bleiben. „Leider zulasten der Ziegelwieser, da sie ein kleines Parkchaos zu tragen hatten.“ Allein am Ostermontag waren jetzt 1400 Besucher auf dem Baumkronenweg, was für das laufende Jahr gute Zahlen erwarten lasse.

Heuer ist geplant, eine Kamera zur Parkdatenerfassung auf dem Pinswang Parkplatz anzubringen um eine Besucherstromlenkung im Rahmen eines Förderprogramms zu installieren. Die Investitionskosten betragen 6500 Euro, davon werden 75 Prozent gefördert. Eine weitere Aufgabe für das WEZ ist laut Klughammer die Müllvermeidung.

Hier sollen gezielte Maßnahmen wie Wundertüten in verschiedenen Ausführungen mit Anleitungen verteilt werden. Die BKK Bosch und Deckel Maho wird diese Aktion „Müllfreies Ostallgäu“ organisieren. Zudem stehen sicherheitsrelevante Untersuchungen (im dreijährigen Rhythmus) und kleinere Revisionen am Baumkronenweg an.

Der Kassenbericht von Schatzmeister Helmut Angl fand die einhellige Zustimmung der Versammlung. Trotz einiger Investitionen ist der WEZ-Trägerverein aktuell schuldenfrei.

Ausführlich berichtete der Leiter der Bezirksforstinspektion Reutte, DI Josef Walch, über die Vorgänge beim Waldbrand am Schwarzenberg am 12. März (der Kreisbote berichtete mehrfach). Nachdem zunächst zwei Feuerwehren und ein Hubschrauber an die Brandfläche beordert wurden, war bald klar, das weitere Kräfte benötigt wurden.

Die Dimensionen des Einsatzes machen einige Zahlen deutlich: mit Polizei und Bergrettung zusammen insgesamt 1175 Einsatzkräfte absolvierten rund 10.300 Einsatzstunden. In etwa 1600 Rotationen der Hubschrauber wurden ca. 1,33 Millionen Liter Wasser auf den Berg gebracht. Zusammen mit den Tanklöschfahrzeugen waren es sogar zwei Millionen Liter.

„Auslöser des Vorfalls war vermutlich eine Zigarettenkippe, da der Brandherd an einem Wanderweg lag.“ Walch äußerte die Befürchtung , dass Waldbrände künftig häufiger auftreten werden. Umso wichtiger sei es, die Feuerwehren bedarfsgerecht auszurüsten, mahnte er.

Abschied nahm die Versammlung an diesem Abend von der Försterin und stellvertretender Vorsitzenden Annerose Schneider. Sie übernimmt neue Aufgaben in Halblech bzw. Lechbruck. „Sie hat mit ihrem Engagement und durch erfolgreiche Vermittlung von Waldpädagogik das WEZ als einen Ort der Faszination positiv mitgestaltet“, sagte Vereinsvorsitzender Reinhold Sontheimer zum Abschied seiner bisherigen Stellvertreterin.

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