Im Füssener Stadtmuseum sind die Werke der Füssener Künstler Franz und Gerhard Gingele zu sehen

Mehr als ein künstlerisches Zeitdokument

Vier Menschen schauen Bilder an
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Museumsleiter Dr. Anton Englert (v.l.), Irmgard Wille-Gingele, Bürgermeister Maximilian Eichstetter und Kulturamtsleiterin Karina Hager schauen sich die Exponate der aktuellen Ausstellung im Museum der Stadt an.

Füssen – Das Stadtmuseum präsentiert derzeit in der Ausstellung „Stimmungen und Phantasien“ Werke der beiden Füssener Künstler Franz und Gerhard Gingele. Die Ausstellung zeigt noch bis 28. Februar Ölgemälde, Aquarelle, Holzschnitte, Acrylgemälde, Collagen und Zeichnungen. Die Vernissage fand am vorvergangenen Freitag statt. 

Was Irmgard Wille-Gingele in Bezug auf ihren 2016 verstorbenen Mann Gerhard Gingele sagte, dürfte wohl auch auf dessen Vater Franz zutreffen. Sie erklärte während der jüngsten Vernissage im Museum der Stadt – mit der die Ausstellung „Stimmungen und Phantasien“ bei einer Pressepräsentation in Anwesenheit von Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) eröffnet wurde – dass es ihren Ehemann „sicher sehr freuen würde, dass seine Bilder jetzt hier ausgestellt werden“.

Das Stadtmuseum wird noch bis zum 28. Februar kommenden Jahres insgesamt rund 60 Werke der beiden Füssener Künstler zeigen. Manche der Bilder stellen interessante Zeitdokumente dar. Die in vier Räumen sowie einem Teil des Museumsganges präsentierte Schau umfasst Gemälde, die einen guten Überblick über das jahrzehntelange, künstlerische Schaffen von Franz und Gerhard Gingele bieten.

Die Ausstellungsbesucher können dabei in zwei Räumen, die den Themenbereichen „Heimat“ und „Reisen“ gewidmet sind, Zeugen davon sein, wie Franz Gingele (1898 bis 1970) neben seinem Allgäuer Heimatland vor allem die Landschaften Österreichs, Italiens und Frankreichs durchstreifte und dabei Meer und Gebirge malerische Denkmäler schuf. Insbesondere seine Landschaftsbilder verraten dabei „immer auch seine eigenen Empfindungen“, erläuterte Irmgard Wille-Gingele den Vernissagegästen, unter denen neben dem Museumsleiter Dr. Anton Englert auch die Leiterin des Füssener Kulturamtes, Karina Hager, war.

Ein anschauliches Zeitdokument ist diese Ausstellung darüber hinaus, was die künstlerische Technik der unterschiedlichen Werke und Künstler betrifft. So merkt man Gerhard Gingeles Bildern einen deutlich moderneren Touch an als den Gemälden von Franz Gingele, die vorwiegend als Aquarell auf Papier, mittels Acryl auf Papier, Tusche auf Papier und Öl auf Leinwand beziehungsweise Öl auf Spanplatte entstanden sind.

Kreative Collagen

Währenddessen finden sich unter Gerhard Gingeles Bildern auch einige Collagen, die die große Kreativität des hauptberuflich als Restaurator tätig gewesenen Sohnes von Franz Gingele dokumentieren. Seine allerdings nicht ganz so zahlreich ausgestellten Werke sind denn auch dem Thema „Phantasien“ gewidmet, die sich sicherlich zu einem guten Teil auf den zahlreichen Reisen des Künstlers in manch weit entfernte Gegenden wie etwa Indien, Nepal, Indonesien und Peru entwickelt haben. Aber auch in Irland, Italien und Griechenland war der 1950 geborene Füssener Künstler unterwegs, um Impressionen für seine Kunstwerke zu sammeln.

lex

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