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In Tannheim ist eine besondere Ausstellung zu sehen und zu hören

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Von: Hans-Georg Gröner

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Ausstellung in Tannheim
Elke Leithner-Steiner (links) und Birgit Neururer stellen derzeit gemeinsam in Tannheim aus. © Hans-Georg Gröner

Tannheim – Mit der Ausstellung „Das Licht der Lianenfrau“ hat Veronika Kunz-Radolf bereits die zweite Ausstellung in diesem Jahr nach Tannheim geholt.

Erstmals wagt sie dabei in der Galerie „Augenblick“ eine Kombination, die es bisher hier so noch nicht gab.

Die Gestaltungskünstlerin Birgit Neururer stellt mit ihrer ausdrucksstarken Malkunst Bilder vor. Dazu hat Elke Leithner-Steiner Texte kreiert, die in einem Podcast während des Betrachtens der Gemälde entspannt in ebenfalls von Neururer bemalten Liegestühlen gehört werden können und zum Verweilen einladen.

Erzählt wird der Entwicklungsweg von Benita, einer Frau zurück in ihre ursprüngliche weibliche Kraft. Dieser Weg verlangt Vertrauen in die innere Führung und den Mut, die durch Innenschau gewonnenen Erkenntnisse wachsam umzusetzen.

Die Malerin aus Imst will in ihren Werken ihre persönliche Sinneswahrnehmung der Wirklichkeit darstellen und arbeitet oft mit Stempeltechniken im Hintergrund, die für das Traditionelle stehen. Frauenmotiven mit Acryl/Aquarell im Vordergrund versinnbildlichen das Moderne. „Ich verwebe meine Erfahrungen und Erlebnisse von Menschen und Eindrücken zu neuen Erlebniswelten. Somit machen meine gemalten Bilder meine innere Welt für andere sichtbar“, erklärt sie.

Vor mehr als zwanzig Jahren begann sie autodidaktisch mit den Bildenden Künsten, ehe sie erst 15 Jahre später an der Akademie Kolbermoor den Studiengang „Professionalisierung der Malerei“ absolvierte. Ihre ausgestellten Bilder zeigen unter anderem in einer Serie die Mystik des 15. Jahrhunderts. In einer anderen Serie beschäftigt sie sich mit „Trachtenhüte des Alpenlandes“. Allen Bildern gemeinsam sind die Frauenporträts, die jedoch auch das Weibliche im Mann ansprechen sollen.

Elke Leithner-Steiner arbeitet als psychologische Beraterin bereits seit vielen Jahren mit der heilsamen Kraft der Imagination und nutzt diese auch für sich selbst. „Unsere eigene Vorstellungskraft ist ein machtvolles Werkzeug zur Aktivierung unserer Selbstheilungskräfte.“

Sie hat eine eigene Praxis in Innsbruck und Pertisau, in der sie neben Einzelberatungen auch Workshops und Seminare anbietet, um Menschen in Sinnkrisen zu helfen, problembelastete Beziehungen zu klären und die Selbstheilungskräfte zu stärken und anzuregen. Im Springer-Verlag ist 2016 ihr erstes Buch erschienen mit dem Titel „Licht werden-Imagination in Therapie und Beratung. Innere Transformationsprozesse durch die Kraft des Bewusstseins.

Nach einem Schaufenster in Imst ist dies die erste gemeinsame eigentliche Ausstellung der beiden Frauen. „Eine Ausstellung mit Frauen, auch für Männer“, wie Elke Leithner- Steiner betont.

Die sehens- und hörenswerte Ausstellung in der Galerie „Augenblick“ ist geöffnet bis Sonntag, 6. März, jeweils mittwochs bis sonntags von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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